Fussball
Eine spektakuläre Niederlage: Birsfelden verliert gegen Timau in extremis

Was für eine Dramaturgie: Im 2.-Liga-Spiel zwischen Gastgeber Timau und Birsfelden fallen zwei Tore in der Nachspielzeit. Die Gäste glichen in der 93. Minute zum 2:2 aus, ehe sich das Heimteam Sekunden später noch den 3:2-Sieg sicherte.

Nicolas Bieri
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Durchgesetzt: Timaus Mirko Dapoto (in Schwarz) gegen die Birsfelder Marco Manna (l.) und Jonathan Goncalves. Nicole Nars-Zimmer

Durchgesetzt: Timaus Mirko Dapoto (in Schwarz) gegen die Birsfelder Marco Manna (l.) und Jonathan Goncalves. Nicole Nars-Zimmer

Nicole Nars-Zimmer niz

2:1 liegt die AS Timau in Führung. Es läuft bereits die 93. Spielminute: Der FC Birsfelden wirft alles nach vorne. Ein einziger Punkt würde den Hafenstädtern wohl zum Klassenerhalt reichen. Dann ein langer Ball in den Strafraum: Das Leder springt aus dem Gewühl heraus Santabarbara vor die Füsse. Dieser dreht sich, behält die Ruhe und lupft den Ball gekonnt über Timau-Hüter Manser in die Maschen. Grenzenloser Jubel auf der Birsfelder Bank. Das muss der Klassenerhalt sein.

Aber er war es nicht. Nach dem Anspiel drischt Timau einen allerletzten langen Ball in den Birsfelder Strafraum, wo sich Torhüter und Verteidiger nicht einig sind, wer für dessen Klärung verantwortlich ist. Timaus Viscusi lässt sich nicht zweimal bitten und knallt das Ding als lachender Dritter mitten ins Birsfelder Fussballherz. Die Ereignisse überschlagen sich. Die ganze Timau-Bank rennt aufs Spielfeld, herzt, feiert und bejubelt ihren Siegtorschützen. Birsfelden versteht die Welt nicht mehr.

Von Beginn weg entwickelte sich auf dem Rankhof eine höchst attraktive Partie, in der sich hochkarätige Chancen zeitweise im Minutentakt aneinanderreihten. Timau dominierte, trotzdem konterte sich Birsfelden, vor allem in der zweiten Hälfte, ein ums andere Mal gefährlich vor das Tor. Ihre Angriffe scheiterten aber immer wieder – mal am Pfosten, mal am Torhüter oder aber am eigenen Unvermögen. Nach dem späten Anschlusstreffer durch Santabarbara folgte dann die besagt hektische Schlussphase – mit dem besseren Ende für die AS Timau.

«Knallhart, so ist halt der Fussball», resümierte ein sichtlich enttäuschter Birsfelden-Trainer Dario Oemeroglu nach dem Spiel. «Im Kopf waren wir wohl bereits mit einem Bier in der Garderobe», meinte er auf die Last-Minute-Wende angesprochen. «Auch wenn diese Niederlage unheimlich weh macht, wir kämpfen bis zum Schluss.» Und das ist nach den Resultaten dieser 2.-Liga-Runde auch dringend nötig.

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