Fussball
Eine Sport-Akademie für die zweite Garde

Zusammen mit dem KV Basel bietet die neu gegründete SportAkademieBasel jungen Fussballern die Möglichkeit, Ausbildung und Sport zu vereinen. Priorität dabei geniesst der Schulabschluss.

Patrick Pensa
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3desc - Fotolia

Klar, jeder Nachwuchskicker träumt von der grossen Karriere. Aber nicht immer reicht es in die bezahlten Talentschmieden von ManU, Barca oder Bayern, manchmal «nicht einmal» für den Campus des FC Basel. Genau dort füllt ab 18. August – dann beginnt das erste Schuljahr – die SportAkademieBasel die Lücke. «Der FCB und auch die Sportklassen konzentrieren sich voll auf den Spitzensport», sagt Reto Fluri, der für die administrativen Belange der Akademie zuständig und auf den Fussballplätzen als Sportchef von Congeli bekannt ist. Das Projekt soll talentierten Spielern, die den Sprung an die Spitze nicht oder noch nicht geschafft haben, eine Möglichkeit zur Kombination von Ausbildung und Sport bieten.

Hottiger und Jenny haben bereits Erfahrung

Dabei geniesst der Schulabschluss absolute Priorität. «Die Sportler sollen am Ende auf jeden Fall einen Abschluss in der Tasche haben, damit sie eine Sicherheit haben, wenn es mit dem Fussball nicht klappen sollte», sagen die drei Verantwortlichen. Es sind dies neben Fluri Ausbildner und aktueller Dornach-Trainer Marcel Hottiger sowie Vittorio Jenny, der früher FCB-Geschäftsführer war.

Hottiger und Jenny haben bereits Erfahrungen mit einem ähnlichen Projekt in Zürich gemacht, in dem zum Beispiel FCB-Frauen-Stürmerin Eseosa Aigbogun ihre Ausbildung absolviert hat, und konnten diese nun in Basel einfliessen lassen.

Eine Ergänzung zum Vereinstraining

Vorteil der Basler Akademie ist, dass die Lernenden in ihrem sozialen Umfeld bleiben und Regelklassen an der Handelsschule des KV Basel (E-/B-Profil) besuchen. Das Angebot sieht sich als Ergänzung zum Vereinstraining. Die Sportler bleiben also in ihrem Klub und gehen dort normal ins Abendtraining; werden aber zusätzlich während Morgentrainings an der Akademie technisch und taktisch ausgebildet. «Es ist extrem, welche Fortschritte junge Spieler erzielen können, wenn sie das Training intensivieren können», sagt Hottiger. Damit die Lernenden Zeit für die Trainings haben, verlängert sich die Ausbildungsdauer um jeweils ein Jahr.

Vorstellung an der Berufsmesse

Um in die Akademie aufgenommen zu werden, müssen die Spieler schulisch und sportlich überzeugen. Zudem müssen sie einen Betrieb finden, der beim Projekt mitmachen will. «Wir haben Kontakt zu Firmen, aber den Betrieb für sich gewinnen muss der Lernende», sagt Fluri.

An der Berufsmesse wurde das Projekt vorgestellt und es gibt bereits Interessenten. Platz werden maximal 15 bis 20 Lernende haben. In Zukunft ist ein Ausbau nach Luzern und Bern, sowie auf andere Sportarten geplant.

Mehr Infos auf: www.sabasel.ch.