Fussball

Eine starke Duftmarke im Ländle: Die Black Stars gewinnen das Hinspiel der Barragerunde deutlich

Deny Gomes (rechts) traf in Liechtenstein doppelt für die Black Stars.

Deny Gomes (rechts) traf in Liechtenstein doppelt für die Black Stars.

Der FC Black Stars gewinnt das Hinspiel der Barragerunde beim USV Eschen/Mauren gleich mit 4:1 (1:1). Noch steht das Rückspiel am Samstagabend (18.30 Uhr; Sportplatz Buschweilerhof) in Basel aus. Doch der FCBS hat eindrücklich bewiesen, dass das Erreichen der nächsten Runde zum Greifen nahe ist.

Der Reiz im Fussball liegt darin, dass es immer wieder Wunder gibt. Wer hätte gedacht, dass Liverpool eine 0:3-Hypothek gegen den FC Barcelona wettmacht? Der gleiche Verein – Barça – machte vor zwei Jahren eine 0:4-Klatsche in Paris zuhause mit einem 6:1 wett. Und auch die „Spurs“ (Tottenham) haben auf ihren Weg ins Finale der UEFA Champions League einige Wunder (Manchester City und Ajax Amsterdam lassen grüssen) vollbracht.

Black-Stars-Cheftrainer Samir Tabakovic kennt den Fussball auf dem ff. Der frühere FCB-Profi war nach Abpfiff mit der Leistung „zufrieden, sogar sehr zufrieden. Und das Resultat ist wunderbar“. Aber der ruhige, akribisch arbeitende Mann aus Bosnien, der über mehr schweizerische Tugenden als mancher Eidgenosse besitzt, fügte sogleich an: „Es gibt ein Rück­spiel; die Arbeit ist noch lange nicht erledigt“. Das heisst, dass nicht gefeiert wurde, son­dern ab morgen Freitag weiterhin hart gearbeitet wird.

Lob von Erik Regtop

Der Antipode von Tabakovic heisst Erik Regtop (51), stammt aus der Ajax-Fussballschule, gehörte in St. Gallen (1996 – 1998) zu den Leistungsträgern und war Publikumsliebling, spielte als Profi in England (Bradford City) und in der 1. französischen Division (OGC Niz­za) und ist längst in der Ostschweiz heimisch geworden. „Wir haben gut gespielt, aber der Gegner aus Basel war schlicht besser, sogar um einiges besser. Wer die Gruppe mit neun Punkten Vorsprung gewinnt, die wenigsten Niederlagen und Gegentreffer kassiert hat, ver­fügt über einen Leistungsausweis. Diesen hat Black Stars eindrücklich bestätigt“, so der Niederländer.

Von Beginn an bestimmte der Gast vom Rheinknie das Geschehen; die frühe Führüng durch Mergim Ahmeti machte die Black Stars noch stärker und selbstbewusster. Aber die Platz­herren haben einen Mann in Reihen, der ein veritables „Tormonster“ ist. Michael Bärtsch (28) ist Captain und Goalversicherung in Personalunion.

Und er schoss sein obli­gates Tor - diesmal per Kopf nach einem Eckball.  In der 1. Liga wurde er mit 24 Toren Tor­schützenkönig (in 24 Matches). Im liechtensteinischen Cup kamen zwei weitere Treffer dazu – und gestern Abend bewerkstellige er mittels Kopfball den Ausglich. 27 Wettbe­werbs-Partien und 27 Treffer – noch Fragen? Dass er seit dem 1. Januar 2013 beim USV Eschen/Mau­ren spielt, beweisen Loyalität und Klubtreue (und Resistenz allen Verlockun­gen, wohl auch finanzieller Art). Schön, dass es auch dies noch in der heutigen Zeit der gar vielen Wech­sel gibt…

Doublette durch Deny Gomes

Bis zur Pause glich sich das Geschehen bezüglich Ballbesitz und Abschlussmöglichkeiten aus. Es war die einzige Phase, wo man „befürchten“ musste, dass „Blägg“ eine Verlustpar­tie erleiden könnte. Wenn auch das früh erzielte Auswärtstor die Gewissheit gab, für das Rück­spiel bereits über eine gute Ausgangslage zu verfügen.

Nach dem Pausentee trat die Tabakovic-Elf wieder so dominant wie zu Spielbeginn auf. Und Deny Gomes bewies, dass er nicht nur ein Goalgetter ist, sondern ein Mann für mindestens eine Spielliga höher. Seine Doublette innert einer Viertelstunde entschied nicht nur den Vergleich zwischsen Liechtensteinern und Baslern, sondern liess spüren, dass die Ausmarchung wohl zu Gunsten des Gastes vom Buschweilerhof ausfallen wird. Vor allem das 2:1 war ein Tor der Extraklasse – wäre der TV-Sender „Eurosport“ vor Ort gewesen – der subtile „Lupfer“ (volley abgenommen) wäre zum Tor des Monates gewählt worden.

Und dass die „Blägg“-Bank stark besetzt ist und zu jeder Zeit für Dynamik, Elan und Torge­fahr sor­gen kann, bewies der Allschwiler Luciano Covella (20), welcher in der Nachspiel­zeit den Schlusspunkt setzte. Ein anderes Mal ist es Dino Babovic oder „Seyfo“  (Kalayci), die bu­chen. Keine andere Erstliga-Mannschaft verfügt über Akteure, die von der Bank aus so viel bewirken können.

Dank und Würdigung von Peter Faé

Selbstverständlich war auch Peter Faé vor Ort. Der Sportchef (und einiges mehr!) brauch­te zwar gute vier Stunden, bis er im „Ländle“ eintraf (der Stau lässt grüssen). Der grosse Car mit Mannschaft und Technikerstab sowie Umfeld/Anhänger schaffte es in 3,5 Stunden. Und „Pesche“ Faé strahlte, war zufrieden, stolz.

Aber… so sehr er Partei ist, so sehr ist er (noch viele mehr) Fussball-Enthusiast. „Ich bin beeindruckt vom Sportpark. Ich bin gerührt, wie wir empfan­gen und betreut wurden. Ein grossartiger Verein, man spürt, dass hier ganz viele Leute mit Herzblut arbeiten. Da können einige aus unserer Region noch viel lernen. Ich hoffe, wir können uns als ebenso feine, zuvorkommende Gastgeber erweisen. Eschen/Mauren hat die Latte hoch ge­legt“, so Faé.

Wir verraten dem Gast aus dem „Ländle“, dass es Musik und ein Rahmenprogramm ge­ben wird. Dass auf der „Blägg-Matte“ eine familiäre und herzliche Atmosphäre vor­herrscht und vorzügliches Ambiente garantiert ist. Die Kulinarik ist grandios – mindestens zwei Klassen besser als es der Spielbetrieb in der 1. Liga ist... Durstig und hungrig wird nie­mand am Samstagabend das Rückspiel verlassen müssen. Dieses soll ein ebenso feines Fussball­fest wie am Mittwochabend im Sportpark zu Eschen, als Black Stars ein grosser Matchsie­ger und Eschen/Mauren ein würdiger Rivale war, werden. Wir freuen uns! 

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