Eiskunstlauf
Eine Tessinerin zaubert in Basel Pirouetten aufs Eis

Die Eiskunstläuferin Valentina Bignasca ist die aktuelle U15-Schweizer-Meisterin. Für den Sport zügelte das Talent aus dem Tessin nach Basel. Am Wochenende kehrt sie jeweils ins Tessin zurück, um frische Kraft zu tanken.

Yvonne stampfli
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Valentina Bignasca erholt sich jeweils im Tessin.

Valentina Bignasca erholt sich jeweils im Tessin.

Yvonne Stampfli

Valentina Bignasca, eine für ihr Alter selbstbewusste junge Frau, ist Wochenaufenthalterin in Basel. Seit bald zwei Jahren fährt sie am Montag vom Tessin, wo ihre Familie zu Hause ist, nach Basel. In der Stadt am Rheinknie wohnt die bald 15-Jährige in einem kleinen Zimmer. Die Eltern leisten der jungen Sportlerin abwechslungsweise in der Stadt Gesellschaft. Je zwei Tage verbringen Vater und Mutter Bignasca in Basel.

Nebst dem Training besucht die Tessinerin hier die Sportklasse. «Ich möchte dann einmal studieren», erklärt die Eiskunstläuferin. Was genau sie studieren will, weiss sie allerdings noch nicht. Aber sie hat auch noch Zeit, schliesslich vergehen bis dahin noch ein paar Jahre. «Ich wollte schon vor drei, vier Jahren nach Basel kommen», sagt Bignasca. Zum einen wechselten 2009 ihr Trainer Petr Barna und seine Frau, welche ihre Choreografin ist, den Klub und Trainingsort nach Basel. Zum anderen seien viel mehr Trainingsstunden auf dem Eis möglich. So kam die etwas spezielle Wohnsituation zustande.

Am Wochenende zurück ins Tessin

Am Freitagabend kehrt Bignasca wieder ins Tessin zurück. Da warten auf sie auch ihr 16-jähriger Bruder Alessandro und ihre Katze Mao. Auch ihr Bruder treibt Sport – Tischtennis. Er nahm vor vier Jahren an der Schweizer Meisterschaft teil. «Am Wochenende relaxe ich gerne», erklärt die fünfsprachige Athletin. Italienisch, Deutsch, Französisch, Englisch und Chinesisch sind der Tessinerin vertraut. Ihre Grossmutter ist Chinesin. «Chinesisch kann ich aber nicht mehr so gut», sagt Bignasca.

Nebst Windsurfen in den Sommerferien und Besuchen der Herbstmesse in Basel mag sie auch das Arbeiten in der Küche. «Sie bäckt sehr gerne Brownies und Cakes», meldet sich ihre Mutter zu Wort. «Essen kann ich dann aber nicht so viele, aber mein Bruder mag sie auch sehr», erklärt Bignasca lächelnd.

Zum Eiskunstlaufen kam die aktuelle U15-Schweizer-Meisterin per Zufall. «Als ich in den Kindergarten ging, wollte ich mal Eiskunstlaufen ausprobieren.» Dabei blieb es.

Für sie ist klar, dass wenn man etwas gerne macht, es auch gut machen will und alles dafür tut, um besser zu werden. Der Aufwand hat sich gelohnt. Die Arbeit wurde in Frauenfeld mit dem U15-Schweizer-Meister-Titel gekrönt. Dieser Sieg ist bis anhin Bignascas schönster und grösster Erfolg. Die Saison ist in einem Monat vorbei. Bis dahin stehen noch die Basler Meisterschaften und ein Schaulaufen an. «Und eventuell mache ich noch an einem anderen Turnier mit.» Eine Teilnahme an der Europameisterschaften ist Bignascas Hoffnung und Wunsch zugleich.