Olympische Spiele

Eine Viertelmillion Franken der Stadt Basel für Olympia-Hoffnungen

Das Team Basel Olympia Rio 2016 (von links): Boris Djakovic, Benjamin Steffen, Katrin Leumann, Alex Wilson, Peter Howald (Leiter Sportamt), Silvio Keller, Sandro Penta (Leitung Leistungssport), Simon Niepmann und Sandra Brügger.Uwe Zinke

Das Team Basel Olympia Rio 2016 (von links): Boris Djakovic, Benjamin Steffen, Katrin Leumann, Alex Wilson, Peter Howald (Leiter Sportamt), Silvio Keller, Sandro Penta (Leitung Leistungssport), Simon Niepmann und Sandra Brügger.Uwe Zinke

Mit dem Kickoff-Event «Team Basel 4Olympia» wird der Grundstein für Rio 2016 gelegt. Sechs Athleten, zwei Athletinnen und eine Wintersport-Exotin erhalten monatlich einen Zustupf von 1000 Franken.

Es dauert noch ein Weilchen bis zu den Olympischen Sommerspielen in Rio 2016. Basel will und kann aber nicht früh genug mit den Vorbereitungen für den Grossanlass beginnen. Acht Athleten wollen die Schweiz und natürlich die Stadt Basel in Brasilien repräsentieren. Die Chancen dieser sechs Sportler und zwei Sportlerinnen sind unterschiedlich – Fechter Max Heinzer gilt als Medaillenhoffnung, Boxerin Sandra Brügger muss wohl über sich hinauswachsen, um ihre Handschuhe im Olympia-Ring schnüren zu können. «Wenn uns ein Sportler vom jeweiligen Verband empfohlen wird, hat er gute Perspektiven, in unser Förderprogramm aufgenommen zu werden, auch wenn die Teilnahmechancen gering sind», sagt Sandro Penta, Leiter des Basler Leistungssports.

Im Olympia-Förderprogramm erhalten die Unterstützten einen Zustupf von 1000 Franken im Monat – bis zur Eröffnungsfeier rechnen sich die Ausgaben für alle Sportler auf gut 270'000 Franken. Eine noble und vorbildliche Geste der Stadt und dem Hauptsponsor Swisslos.

«Dabei spielt der Erfolg keine Rolle. Wir wollen die Athleten für ihr Engagement belohnen», stellt Penta klar. Für die «potenziellen» Olympioniken ist dieses Geld Gold wert:

Max Heinzer (26, Immensee), Fechten, Fechtgesellschaft Basel

«Nach meiner Niederlage in London 2012 hatte ich bereits wieder Rio im Kopf. Aber es dauerte seine Zeit, bis ich das frühe Ausscheiden verkraftet habe. Trotzdem wird die gesammelte Erfahrung sicher ein Vorteil für die nächsten Olympischen Spiele sein. Es ist schwierig schon so früh ein Ziel zu formulieren, aber ich weiss, was von mir erwartet wird. Eine Medaille im Team oder im Einzel. Auch durch die finanzielle Unterstützung von Basel kann ich in der Zeit bis Rio vollberuflich auf den Sport setzen.»

Sandra Brügger (32, Basel), Boxen, Boxring Basel

«Weil das Höchstalter im Olympia-Boxen im Juni auf 40 angehoben wurde, wage ich nochmals einen Anlauf. Aber ich muss realistisch bleiben. In Rio werden nur drei Europäerinnen am Start sein, deswegen sind meine Teilnahme-Chancen gering. Für die Förder-Unterstützung bin ich dennoch dankbar. Ich sehe es als eine zusätzliche Verpflichtung an, in den nächsten Jahren alles für diesen Traum zu geben.»

Boris Djakovic (23, Basel), Taekwondo, TKD Schule Basel

«Bereits jetzt habe ich für Rio 2016 viel geopfert. Mein Studium muss hinten anstehen, mein Geld verdiene ich mit Nebenjobs. Da die Ausgaben auch in meinem Sport enorm sind, bin ich für die finanzielle Unterstützung dankbar. Und vor allem deshalb, weil meine Qualifikations-Chancen zwar realistisch sind, aber ein hartes Stück Arbeit werden. Dass ich trotzdem das Vertrauen bekomme, ehrt mich.»

Manuela Siegrist (23, Basel), Curling, Team PwC Aarau

«Ich bin so etwas wie eine Exotin in diesem Programm. Da ich erst 2018 an den Winterspielen in Pyeongchang starten werde, stehen vor Olympia noch unzählige internationale Turniere an. Trotzdem habe ich mit dem Eintritt ins Förderprogramm den Grossanlass in Südkorea stetig im Hinterkopf. Da ich noch zu Hause wohne und studiere, bin ich über den Zustupf dankbar.»

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