Es ist bis anhin keine einfache Saison für die Aktivmannschaften der Old Boys: Sowohl die erste Mannschaft in der 1. Liga Promotion sowie die zweite Equipe sind im Abstiegskampf verwickelt. Dennoch gibt es zwei entgegengesetzte Meldungen bezüglich der Trainer dieser Mannschaften: Roger Hegi verlängert sein Engagement bei OB um ein weiteres Jahr, Santino Cambria hingegen wurde nach der 1:6-Niederlage am Sonntag bei Reinach entlassen. «Wir haben im Vorstand schon länger über einen Trainerwechsel in der zweiten Mannschaft gesprochen, allerdings erst in Bezug auf die neue Saison», erklärt OB-Präsident Roger Berberat.

Cambrias Team steht momentan einen Punkt vor dem Abstiegsplatz und konnte in den letzten Jahren nie um den Aufstieg in die 2. Liga interregional mitspielen, was angesichts des Faktors, dass die erste Mannschaft drei Ligen höher spielt, wichtig wäre. Zudem sei die Motivation in der sogenannten U23 nicht mehr auf dem höchsten Level gewesen. Dies widerspiegelte sich laut Berberat auch darin, dass viele Junge lieber im A-Meister als in der 2. Liga gespielt haben. Ein Nachfolger ist noch nicht in Sicht. «Wichtig ist uns, dass wir einen Ausbildner finden, der gut mit Jungen arbeiten kann», sagt der sportliche Leiter Rafet Öztürk, der bis Ende Saison selbst das Team trainieren wird.

Hegi bleibt, Schneider kommt

Besser sieht es mittlerweile beim Fanionteam der Gelbschwarzen aus. Dank gezielten Verstärkungen konnte sich das Team ein wenig vom Tabellenende lösen und sollte den Abstieg vermeiden können. Roger Berberat: «Da das mit dem Nichtabstieg klappen sollte und das auch das Saisonziel war, wollen wir mit Roger Hegi den Weg weitergehen.» Neu bekommt Hegi mit Walter Schneider (bisher Amicitia Riehen) einen Sportchef zur Seite gestellt. Schneider ist langjähriger Kenner der regionalen Fussballszene und soll sich bei OB um die ersten beiden Mannschaften sowie die A-Junioren kümmern. Der Posten des Sportchefs war seit dem Abgang von Christian Schmid vor einem Jahr vakant und wurde ebenfalls von Rafet Öztürk besetzt, obwohl dessen Hauptaufgabe die Leitung der Geschäftsstelle und Leitung Préformation ist.

«Philosophie behalten»

In Sachen Professionalisierung will OB insofern einen Fortschritt in Form von mehr Zusammenarbeit in der Region machen. Hauptziel sollte bereits ab jungen Jahren schliesslich der Schritt zum FCB sein, «aber wir wollen unserer Philosophie treu bleiben und das heisst, nicht nur den Sportler zu fördern, sondern auch den Menschen», erzählt Öztürk, denn man wolle nicht verantworten, dass am Schluss jemand ohne Ausbildung auf der Strasse steht. Wie genau die Zusammenarbeit mit anderen Teams aussehen wird, wird bis im Sommer noch kommuniziert.