Fussball
Einfach schlägt kompliziert: Amicitia Riehen stoppt Negativserie

Riehen bezwingt den FC Birsfelden in der 2. Liga regional deutlich mit 5:1. Nach acht Minuten stand es bereits 2:0 für den Gastgeber. Danach liessen die Basler nichts mehr anbrennen und waren auch in den restlichen Minuten das klar bessere Team.

Alan Heckel
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Birsfeldens Mauro Kern (l.) gegen Captain Benedikt Bregenzer. Aeschbach

Birsfeldens Mauro Kern (l.) gegen Captain Benedikt Bregenzer. Aeschbach

Roman Aeschbach

Mit zwei Niederlagen waren Amicitia Riehen und der FC Birsfelden in die Rückrunde gestartet. Dass eine Negativserie im Direktduell reissen würde, war im Vornherein klar, dass es diejenige von Amicitia sein würde, begann sich früh abzuzeichnen. Denn das Heimteam führte bereits nach acht Minuten mit 2:0.

Startphase verschlafen

Als Ursache dafür nannte Birsfeldens Spielertrainer Dario Ömeroglu die Tatsache, dass sein Team zum wiederholten Mal die Startphase einer Partie verschlafen hatte: «Wir hatten uns vorgenommen, bei den Leuten zu stehen. Doch schon nach dem ersten abgewehrten Standard haben wir alle nur dem Ball nachgeschaut und die Gegenspieler vergessen.»

Mit dem frühen Zwei-Tore-Polster im Rücken kontrollierte das Heimteam die Begegnung und hätte das Skore schon mehrfach vor Benedikt Bregenzers Kopfball-Treffer zum 3:0 (32.) in die Höhe schrauben können. Die Hafenstädter auf der anderen Seite liessen sich nicht hängen und verkürzten durch Bojan Lukac (37.). Und weil die Riehener in der ersten Viertelstunde nach der Pause ohne Torchance blieben, schöpfte Ömeroglu «Hoffnung, dass wir mit etwas Glück vielleicht doch einen Punkt mitnehmen können». Doch kaum hatte sich der Stürmer zur Belebung der eigenen Offensive eingewechselt, machte Dennis Uebersax mit dem 4:1 für Amicitia alles klar (66.).

Einfach und clever

In der Schlussphase der fairen, von Jan Fluri gut geleiteten Partie setzte Birsfeldens Pajazit Bajrami noch einen Foulpenalty an den Pfosten (74.), ehe Nicola Gassmann per Elfmeter den 5:1-Endstand markierte (90.). Das klare Ergebnis veranlasste Dario Ömeroglu zum einzig logischen Fazit: «Amicitia hat hochverdient gewonnen. Sie spielten einfach und clever, während wir kompliziert und nervös agierten.»

Dem Resultat entsprechend gut gelaunt, war Marco Chiarelli nach Spielschluss. Der Trainer der Riehener erzählte, dass er nach den beiden Niederlagen zum Rückrundenstart nicht nervös geworden war, sondern einfach erkannt habe, «dass wir einige Dinge in unserem Spiel umstellen müssen». Weil die personellen Rochaden bereits am Dienstag beim 4:0 im Basler Cup gegen Therwil Wirkung gezeigt hatten, schickte Chiarelli gegen Birsfelden die gleiche Elf auf den Platz.

Fokus auf den Basler Cup

Im weiteren Saisonverlauf will der Amicitia-Trainer «die Achterbahn-Fahrt abstellen und mehr Stabilität hinkriegen». Den Aufstieg in die 2. Liga interregional hat Chiarelli nicht als Ziel ausgegeben, er sagt aber: «Wenn nach oben etwas geht, nehmen wir das gerne mit.» Das primäre Saisonziel des Tabellendritten ist der Gewinn des Basler Cups, wo man Ende April im Halbfinale auf die AS Timau trifft. «Wir hatten in den letzten Jahren viele schöne Momente im Basler und Schweizer Cup. So etwas möchten wir bald wieder erleben», so Marco Chiarelli.