Judo

Einige Enttäuschungen für Evelyne Tschopp

Ein Saisonstart ohne Glanzlicht für das Baselbieter Judo-Aushängeschild Evelyne Tschopp.

Ein Saisonstart ohne Glanzlicht für das Baselbieter Judo-Aushängeschild Evelyne Tschopp.

Die neue Judo-Saison hat für die Elite-Kämpferin aus Muttenz nicht wunschgemäss begonnen. Nach zwei Trainingslagern startete sie in Tunis am African Open, dem ersten Weltcup-Turnier des Jahres. Doch bereits ihren Auftaktkampf verlor sie.

Die Algerierin Ghania Siaci bedeutete bereits im ersten Kampf Endstation. Damit war das Turnier für sie auch schon zu Ende. Als nächstes Turnier stand das European Open in Sofia auf dem Programm. An Bulgarien hatte Tschopp gute Erinnerungen, gewann sie doch letztes Jahr an diesem Turnier die Bronzemedaille und vor zwei Jahren verpasste sie  an den Europameisterschaften der U23 die Medaille nur knapp und belegte den 5. Rang.

Das Turnier begann für sie gut: den ersten Kampf gegen die Italienerin Anna Righetti konnte sie mit einem Yuko für sich entscheiden. Ihre nächste Gegnerin, die Kosovarin Nora Gjakova, erwischte Tschopp dann aber bereits nach nur 22 Sekunden Kampfzeit mit einem Ippon. Weil die Schweizerin den Halbfinal damit verpasste, gab es auch hier keine Hoffnungsrunde für sie.

Die dritte Enttäuschung in Serie musste Tschopp im österreichischen Oberwart am dritten Weltcup-Turnier einstecken. Das sehr gut besetzte Turnier begann mit einer schwierigen Auslosung für Tschopp: bereits in der ersten Runde musste sie gegen die Japanerin Tsukasa Yoshida antreten.

Der Kampf verlief ausgeglichen, beide Kämpferinnen erhielten Strafen für Inaktivität und Blocken. Die Japanerin war mit einer Strafe mehr im Rückstand, als sie 20 Sekunden vor Kampfende Evelyne Tschopp noch mit einem Fusswurf Wazaari aus dem Rennen werfen konnte – eine unnötige und ärgerliche Niederlage für die Muttenzerin – zumal die nächste Gegnerin eine Spanierin gewesen wäre und nicht wie zuerst erwartet die amtierende Junioren-Weltmeisterin Loredana Ohai aus Rumänien.

Nun heisst es für Tschopp, diesen Fehlstart in die Saison mental möglichst rasch wegzustecken. Nächste Woche folgt ein internationales Trainingslager. Das nächste Turnier findet am 7. März findet in der Schweiz statt. Es handelt sich dabei um das Heimturnier, das Swiss Open in Uster, welches dieses Jahr erstmals als Europacup-Turnier gewertet wird.

Mit einem guten Resultat in der Schweiz kann sie hoffentlich neuen Schwung holen für das folgende Weltcup-Turnier, das African Open in Casablanca Mitte März. Die olympischen Spiele in Rio rücken langsam näher und es wäre wichtig, jetzt Punkte sammeln zu können für die Qualifikation.

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