Regionalfussball

Einmal schlecht und zweimal sehr gut: Black enttäuscht, FCB-U21 und Muttenz überzeugen

Die Spieler des SV Muttenz durften gegen Buochs vier Mal einen Treffer bejubeln.

Die Spieler des SV Muttenz durften gegen Buochs vier Mal einen Treffer bejubeln.

Während die Black Stars die Promotion-League-Begegnung gegen Etoile Carouge mit 1:3 verlieren, setzt sich der FC Basel U21 mit dem gleichen Resultat in Bellinzona durch. In der 1. Liga kommt der SV Muttenz derweil zu einem 4:1-Heimsieg über Buochs.

Das Duell der Promotion-League-Aufsteiger Black Stars und Etoile Carouge ging verdient mit 3:1 an die Gäste. Die Romands gewannen die Mehrheit der zweiten Bälle, liessen hinten nur wenig zu und bereiteten den Baslern mit ihren schnell vorgetragenen Angriffen wiederholt Probleme. Doch von den Carouge-Qualitäten wollte Samir Tabakovic nach Spielschluss nichts hören. „Wir waren einfach schlecht“, meinte der Black-Stars-Trainer und wiederholte das Adjektiv anschliessend noch ein paar Mal.

Was Tabakovic missfiel, war die Emotionslosigkeit, mit der seine Spieler zu Werke gingen. Als Beispiel nannte der ehemalige Verteidiger des FC Basel die 46. Minute: „Wir kassieren 20 Sekunden nach Wiederanpfiff das 1:2 und alles was ich sehe, sind hängende Köpfe – das kann doch nicht sein!“ Dieser Biss, der die Mannschaft noch zu Saisonbeginn ausgezeichnet, sei nun nicht mehr da, stattdessen habe sich Selbstzufriedenheit breitgemacht.

Der Trainer versuchte, mit vier frühen Wechseln Impulse zu geben, mehr als eine herausgespielte Chance brachte das Heimteam aber nicht zustande. Stattdessen hätten die Romands noch höher gewinnen können, doch weil Goalie Steven Oberle ein Dutzend Torschüsse teilweise sensationell abwehrte, hielt sich die Niederlage in Grenzen.

Die U21 überzeugt mit dem zweiten Aufgebot

Anders sah die Welt beim zweiten regionalen Promotion-League-Vertreter aus. Der FC Basel hatte bei der AC Bellinzona mit 3:1 gewonnen, obwohl er ohne sämtliche Juniorennationalspieler angetreten war. Doch das „letzte Aufgebot“ der Rotblauen überzeugte. „Das war sehr gut“, befand Arjan Peço. Das Urteil des Trainers hatte auch auf die Art und Weise, wie man sich auf die Spielweise der Tessiner eingestellt hatte, Gültigkeit: „Alles konnten wir nicht verhindern, doch wir haben es sehr gut gemacht.“

Obwohl die in Weiss gekleideten Gäste bereits vor dem Wechsel ihre Chancen hatten, dauerte es bis zur 51. Minute, ehe Daniele Vesco eine Ablage von Nicola Suter zum 0:1 im Netz unterbrachte. Ulisse Pelloni machte dabei nicht die beste Figur, doch in der 68. Minute war der Tessiner Goalie gegen Leandro Gaudianos Schlenzer vom Strafraumeck ebenso chancenlos wie bei Lirik Vishis Kopfball nach 74 Minuten. Alle drei Tore hatten übrigens ihren Ursprung auf der starken linken FCB-Seite .

Den Tessinern gelang zwar noch in der Folge noch aus abseitsverdächtiger Position ein Tor (89.), doch „heiss“ wurde es in der Nachspielzeit nicht mehr. „Wir haben den verdienten Sieg souverän ins Ziel gebracht“, freute sich Peço.

Der SV Muttenz begeistert

Grund zur Freude hatte man auch beim SV Muttenz, denn der Aufsteiger war im 1.-Liga-Heimspiel gegen den SC Buochs über die komplette Distanz die klar bessere Equipe gewesen und hatte diskussionslos mit 4:1 gewonnen. Bereits in der 6. Minute hatte Topskorer Manuel Alessio eine herrliche Direktspielstafette mit dem 1:0 abgeschlossen. Nachdem man dem Gegner den zwischenzeitlichen Ausgleich geschenkt hatte (16.), sorgte Alessio mit einem schnell ausgeführten Freistoss auf seinen formstarken Sturmpartner Srdan Sudar dafür (29.), dass das Heimteam mit einer Führung in die Pause ging.

Die Entscheidung folgte in der 55. Minute, als Buochs-Captain Fabian Nickel innerhalb weniger Sekunden zweimal verwarnt wurde. In Überzahl liessen die Rotschwarzen nichts mehr zu und agierten äusserst stilsicher, obwohl Trainer Peter Schädler mit Lukas Morger, Bersan Gökpinar und Robin Hänggi drei Teenager einwechselte. Gökpinar mit einem Volley aus spitzem Winkel (81.) und Sudar mit seinem zweiten Treffer (85.) stellten den Sieg dann endgültig sicher.

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