Eine Szene aus der 31. Minute hätte eventuell die Partie auf den Kopf stellen können. Pascal Albrecht konnte nur machtlos zuschauen, wie ein Kopfball von Javier Santana an den Pfosten klatschte und dann in seine fangbereiten Hände sprang. Es war die einzige echte Torchance für den FC Tuggen, die restliche Spielzeit war den 200 Zuschauern auf dem FCB-Campus klar, dass nur das Heimteam als Sieger vom Platz gehen kann.

Thomas Häberli dagegen war etwas angespannter. «Denn es gab in dieser Saison schon einige Spiele, in denen wir klar besser waren und plötzlich aus dem Nichts in Rückstand gerieten», lautete die Begründung des Basler U21-Trainers, der seiner Equipe aber keinen Vorwurf machte, dass sie in dieser einen Situation seinen Puls hochgetrieben hatte. «Egal wie dominant man agiert, man kann nicht alles verteidigen.»

Deutlich mehr störte Häberli die Tatsache, dass es 54 Minuten dauerte, ehe dem Platzklub die Führung gelang. Pedro Pacheco zog aus rund 30 Metern ab und traf zum 1:0. Fabian Gafner machte bei diesem harten, aber nicht sonderlich platzierten Schuss keine glückliche Figur. «Der Goalie war wahrscheinlich genauso überrascht, wie Pachecos Kollegen. Zwei, drei Mitspieler riefen ihm zu: ‹Schiess nicht, du bist zu weit weg!›», musste Thomas Häberli schmunzeln.

Nur fünf Zeigerumdrehungen später konnte sich Gafner dafür einen «Big Save» gutschreiben lassen, als er einen Foulpenalty von FCB-Captain Samuele Campo hielt. Einen Bruch im Spiel der Rot-Blauen hatte der verschossene Elfmeter allerdings nicht verursacht. Denn die Basler waren fortan numerisch im Vorteil, weil FCT-Verteidiger Antonio Piperno, der Nicolas Hunziker im Sechzehner umgerissen hatte, für diese Aktion mit Gelb-Rot bestraft worden war.

Nun spielte sich noch mehr in der Platzhälfte der Schwyzer ab, der FCB-Nachwuchs steuerte ungefährdet und erstaunlich abgeklärt einem Heimsieg entgegen. Lediglich hinter der Höhe des Skores stand noch ein Fragezeichen. Campo scheiterte zweimal aus grösserer (74., 78.) und einmal aus kürzester Distanz (83.) an Gafner. Hunziker brachte den Ball zwar zweimal am gegnerischen Keeper vorbei, doch der zurückgeeilte Nico Weibel (83.) sowie die Torumrandung (89.) verwehrten dem Stürmer ein Erfolgserlebnis.

So durfte sich mit Adonis Ajeti, Pachecos Partner in der Innenverteidigung, ein anderer seltener Name in die Torschützenliste eintragen lassen. Eine Viertelstunde vor dem Ende war der Abwehrchef nach einem Corner Manuel Webers am vorderen Pfosten zur Stelle und schoss trotz starker gegnerischer Bedrängnis problemlos aus zwei Metern zum 2:0 ein.