Eishockey
Endlich hat der «Spuk» für die Sharks ein Ende gefunden

So endet es also: Keine Playoffs, keine Euphorie, kein Spektakel. Dabei sollte doch alles anders werden. Das wurde es auch, leider im negativsten Sinne. Die Basel Sharks verlieren zum Abschluss der Quali gegen Olten 2:5

Jonas Burch
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Die Sharks verabschieden sich von ihren Fans.

Die Sharks verabschieden sich von ihren Fans.

Martin Töngi

Als Damals-Coach Dany Gélinas vor der Saison die NLB-Playoff-Halbfinals als Ziel der Basel Sharks ausrief und sich als «Verfolger Nummer 1 der Liga» sah, wollte der Kanadier ein Zeichen setzen. Viele bezeichneten ihn für diese Aussagen als Visionär, andere als Tagträumer.

Heute, fünf Monate später, sucht man in den Arena-Katakomben nach Antworten. Für den 9. Platz, die fehlende Konstanz und die tausend anderen Fragen, die seit Wochen niemand beantworten kann. Nur muss sich mittlerweile nicht mehr Dany Gélinas für das Desaster verantworten, sondern die Spieler. Sharks-Captain Olivier Schäublin zuckt mit den Schultern, sagt gefasst, «natürlich sind wir enttäuscht.» Trotzdem. Die ganz grosse Enttäuschung ist innerhalb des Teams nicht spürbar. Man hat das Ende kommen sehen, wahrscheinlich schon vor dem gestrigen Spiel. Auch Schäublins Phrasensatz «die Hoffnung starb zuletzt» will man nicht so richtig glauben. Denn nie schafften es die Basler, eine Serie zu starten, auf Siege folgten zu oft Niederlagen. «Seit Oktober waren wir einfach zu unkonstant», bringt es Schäublin auf den Punkt.

Vor allem Urban Leimbacher, der derzeit an Olten ausgeliehen ist, spricht rückblickend Klartext: «Die Zielsetzung mit dem Playoff-Halbfinal war von Anfang an zu hoch. Wir sind noch lange kein Top-4-Team.» Auch gestern wurden Basel die Grenzen deutlichst aufgezeigt. Nie konnte man die Solothurner auch nur annähernd fordern. «Die Probleme sind ja offensichtlich. Wir kommen kaum über die rote Linie», sagt Leimbacher weiter.

Ein kleiner, wenn auch schwacher Trost bleibt dennoch: Es kann nur besser werden. Mit Dino Stecher übernimmt ein frischer Trainer das Team, und bringt eine bodenständigere Philosophie als zuletzt in die Mannschaft. Das Wort «Revolution» nimmt am Rheinknie niemand mehr in den Mund. Viel lieber umschreibt man die Zukunft mit dem Begriff «Neuanfang». Dann soll wieder alles anders werden. Nur diesmal im positiven Sinne.