Vor einem Jahr bildete der Weltcup in Albstadt nach der langen Krankheitszeit den Wiedereinstieg und vor 3 Jahren konnte Katrin Leumann auf dieser Strecke mit dem 3. Rang ihr bisher bestes Weltcupresultat einfahren. Intensive emotionale Erinnerungen sind somit für die Goldwurst-Power-Fahrerin an diesen Ort gebunden und solche Emotionen wollte sie auch in diesem Jahr wieder einfahren.

Die Strecke wurde nur minim verändert, doch gerade für Fahrerinnen aus den hinteren Reihen merklich verbessert. So wurde die Startrunde direkt das steile Bullentäle hinauf geführt, was zu weniger «Stau» zu Beginn des Rennens führte. Davon profitierte auch Katrin Leumann, denn mit der Startnummer 53 musste sie von ziemlich weit hinten ins Rennen starten. «Ich habe mich im Vorfeld mental gut vorbereitet und mich intensiv damit auseinandergesetzt, dass der Start sehr schwierig werden wird. Ich konnte ruhig bleiben und nahm es gelassen, auch wenn ich abstehen und warten musste», schilderte Leumann den Beginn des Rennens. Weiter meinte sie, dass es sehr schwierig war, in den ersten Runden in einen guten Rhythmus zu kommen.

«Tja, die Rangierung sieht nicht rosig aus»

In den kurvenreichen Aufstiegen gab es immer wieder einen Handorgeleffekt und man musste immer wieder abbremsen, obwohl es bergauf ging. «Ich denke, auch in den Abfahrten habe ich mich geschickt verhalten. Als wir noch Fahrerin um Fahrerin aufgefädelt wie eine Perlenkette die Strecke entlang kämpften, nahm ich bei einer schwierigen Passage auch schon mal die Umfahrungsstrecke und konnte so geschickt einem Sturz aus dem Weg gehen», erklärte Leumann. Sie kämpfte sich so bis in die Top 30, doch dann zollte sie etwas dem hohen Tempo und musste nach 4 Runden nochmals einige Plätze hergeben. «Das ärgerte mich ziemlich. Ich wollte weiter nach vorne fahren, doch es ging zu diesem Zeitpunkt einfach nicht mehr», sagte Leumann.

Zum Schluss kämpfte sie nochmals wie ein Löwe. Konnte in den Abfahrten immer wieder Zeit gut machen und jagte den Berg hoch, bis der Puls ans Limit kam. Auf der Zielgerade übersprintete sie noch eine Fahrerin und klassierte sich dann auf dem 34. Rang. «Tja, die Rangierung sieht nicht rosig aus. Ich kann mir aber nichts vorwerfen, ich habe alles in meiner Macht Stehende getan. Mehr geht momentan einfach nicht», analysierte Leumann nach dem Rennen. Klar sei es enttäuschend, wieder nur mit einem 34. Rang nach Hause zu kommen und so wirklich erklären kann sich Leumann diese Leistung auch nicht. «Es sieht aus, als wäre ich immer noch auf dem gleichen Stand wie vor einem Jahr, obwohl ich mich im Training und im Rennen stärker fühle», fügte Leumann nachdenklich hinzu.

Bereits nächsten Sonntag geht es mit dem Weltcup in La Bresse in den Vogesen weiter. Viel Zeit zum Grübeln bleibt nicht, Schritt für Schritt soll es weitergehen, bis die Erfolgserlebnisse wieder zurückkommen.