Dass der mustergültig organisierte und von vielen Zuschauern besuchte Anlass durch einen schweren Unfall überschattet wurde, konnte nicht verschwiegen werden. Auch wenn die Nennung des verletzten Schwingers (Roger Portmann aus Hasle im Entlebuch) eini­gen Leuten aus dem unmittelbaren Schwingerverband sauer aufstiess.

Urs Lanz (Therwil), engagierter Präsident des Basellandschaftlichen Schwingerverbandes, konnte der «bz Basel» jedoch gestern bezüglich der Schwere des Unfalles des 20-jährigen Innerschweizer Schwingers Entwarnung geben: «Seine Mutter hat mich am Montagmorgen angerufen. Er konnte das Spital Liestal bereits am Sonntagabend wieder verlassen. Der Rücken ist unverletzt, einzig eine Rippe ist gebrochen. Der Schwinger fühlte sich jederzeit sehr gut betreut und hatte grosses Vertrauen in die Rettungskette. Die lange Pflegedauer auf dem Schwingplatz war vor allem auch eine Vorsichtsmassnahme. Wir sind froh, dass nicht mehr passiert ist und wünschen gute und vollständige Besserung», so der Leimenta­ler.

In der Tat musste der Schlussgang, den Wicki überzeugend gegen Mario Thüring nach zwei Minuten mit einem Brienzer rückwärts gewann, um eine Stunde verschoben werden. So lange dauerten die ärztlichen Massnahmen auf dem Platz für den verletzten Roger Portmann.

Der nächste (absolute) Höhepunkt im Schwingsport wird das LandFest17 vom 11. bis 13. August in Therwil. Eingebettet in diesem Drei-Tages-Volksfest findet am Sonntag auf der Sportanlage Känelboden das Nordwestschweizerische Schwingfest statt, das nochmals eine Stufe höher als das Kantonale von Oberdorf im Waldenburgertal einzustufen ist. Im Leimental wird auch der aktuelle Schwingerkönig Matthias Glarner, wie auch Remo Käser und weitere «Landesböse», am Start sein. Und auch Oberdorf-Sieger Joel Wicki wird an den Start gehen.