Leichtathletik
«Er ist nicht irgendeiner, er ist der Chef»

Der jamaikanische Sprinter Asafa Powell besuchte gestern die Schützenmatte in Basel und trainierte mit Kindern. Die Kinder hatten ihre helle Freude daran. Für sie stand rasch fest: «Er ist der beste!».

Patrick Pensa
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Asafa Powell steigt aus dem Hubschauber und klatscht die spalierstehenden Kinder ab alle Fotos: Patrick Pensa
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Die Unterschrift von Silke Spiegelburg war begehrt
Jugend trainiert mit Weltklasse Zürich (Basel)
Bei Alex Wilson standen nicht nur die Kinder für eine Unterschrift Schlange
Privatunterricht vom schnellsten Mann des Jahres
Beim Verfolgungsrennen bleibt der Jamaikaner chancenlos
Ganz die Sprinter In der Aufwärmrunde fand man Alex Wilson und Asafa Powell ziemlich weit hinten
Die ehemalige Mehrkampf-Schweizermeisterin Claudine Müller liess sich die Chance auf ein Autogramm von Asafa Powell nicht entgehen

Asafa Powell steigt aus dem Hubschauber und klatscht die spalierstehenden Kinder ab alle Fotos: Patrick Pensa

bz Basellandschaftliche Zeitung

Dem schnellsten Basler Alex Wilson ist es zu verdanken, dass der schnellste Sprinter des Jahres, Asafa Powell, im Rahmen von «Jugend trainiert mit Weltklasse Zürich» auf die Schützenmatte kam. Und Alex Wilson war es denn auch, der sich fast noch mehr als die Kinder auf seinen Freund freute. «Er ist nicht einfach ein Sprinter, er ist der Chef. Ein Vorbild für uns alle», sagte Wilson und es schwang ein bisschen Stolz mit, als er weiter ausführte, dass er in regelmässigem Kontakt mit seinem Landsmann stünde und dieser deshalb nach Basel gekommen sei.

Schon morgen werden sich die zwei wieder treffen, dann allerdings als Konkurrenten vor dem Rennen in Zürich. Wobei Powell klarmachte, dass er nach seinem verletzungsbedingten Startverzicht an der WM noch immer nicht in Höchstform sei: «Ich werde auf jeden Fall starten, aber ich bin nicht in der Form, in der ich in Lausanne (Jahresweltbestzeit, Anm. d. Red.) war.» Über die jamaikanische Staffel, die ohne ihn zu Weltrekord gelaufen war, wollte er lieber nicht sprechen. «Es tat weh, gleichzeitig freute ich mich natürlich für das Team.»

Per Helikopter eingeflogen

Aber kommen wir zu den eigentlichen Hauptdarstellern: den Kindern. Lange bevor der Helikopter mit dem Jamaikaner und der deutschen Stabhochspringerin Silke Spiegelburg an Bord landete, standen sie bereit; tigerten nervös umher, suchten sich den besten Platz, um für die Weltstars Spalier zu stehen. Bei den Trainings gab es vier Gruppen. Neben den zwei Stars übernahmen auch Wilson und Marquis Richards von TV Arlesheim die Trainerrolle. Stabhochspringer Richards nahm die ganze Situation als surreal wahr: «Vor einigen Jahren nahm ich selbst an einem Training mit Weltstars in Zürich teil. Jetzt stehe ich Seite an Seite mit ihnen und die Kinder jubeln mir zu», freute er sich.

Strahlende Gesichter gab es auch bei den Kindern. «Super», «Er ist der beste!» und «Das war toll, er hat mir gezeigt, wie ich starten muss», waren einige Reaktionen. Jayson vom LC Therwil, der ein Autogramm und ein Foto erhaschte, war überglücklich, verriet aber gleichzeitig, dass er Usain Bolt noch ein wenig besser fände. Nachdem alle Autogramm- und Fotowünsche befriedigt waren, bestiegen die Stars wieder den Hubschrauber und entschwanden in Richtung Zürich.