Der Name Eder Balanta fehlt auf dem Matchblatt. Auch bei den Abwesenden ist der Kolumbianer nicht gelistet. «Er war mit seiner Kraft uns seiner Power sehr wichtig für uns. Aber wir werden ihn wahrscheinlich verlieren», gibt FCB-Trainer Marcel Koller nach dem 2:1 gegen Lugano zu.

Es ist davon auszugehen, dass Balanta am Sonntag im Ausland weilte, um einen Wechsel vorzubereiten. Brügge soll der Abnehmer sein. Der Vertrag des Kolumbianers läuft 2020 aus. Geld kann der FCB also nur noch in diesem Sommer mit dem defensiven Mittelfeldmann verdienen. Für rund drei Millionen Franken kam Balanta vor drei Jahren nach Basel. Jetzt könnte er gewinnbringend verkauft werden. Auf transfermarkt.ch wird sein aktueller Marktwert auf fünf Millionen geschätzt. Brügge soll schon vor einer Woche Interesse angemeldet haben. Balanta könnte mit den Belgiern Champions League spielen und ist einem Wechsel aus diesem Grund nicht abgeneigt.

Sollte Balanta den FCB verlassen, verliert er einen seiner «besten Fussballer». So bezeichnen den Kolumbianer viele seiner Teamkollegen. «Neben dem Platz ist er sehr ruhig, aber intelligent und tiefgründig. Auf dem Platz wird er zum Biest, das du am liebsten nur in deiner Mannschaft hast», sagt Fabian Frei und fügt an: «Es wäre sehr schade, wenn wir ihn verlieren würden, aber irgendwo auch verständlich.»

Doch der FCB lässt Balanta nicht ziehen, ohne bereits einen Ersatz in der Pipeline zu haben. Ein 19-jähriger Brasilianer soll Balanta im FCB-Mittelfeld ersetzen. Der «Globo Esporte»-Journalist Cahe Mota postete am Samstag ein Foto von Ramires, das ihn mit Kollegen am Flughafen zeigt. Laut Mota ist Ramires in die Schweiz gereist, um in Basel einen Leihvertrag zu unterschreiben.

Der 1,74 Meter grosse Ramires trägt bei seinem Verein EC Bahia die Nummer 10. In
32 Spielen in der ersten brasilianischen Liga hat der Teenager zwei Tore geschossen und drei vorbereitet. Ramires spielt für Brasiliens U20-Nati und hat einen Marktwert von vier Millionen Franken. Der FCB soll mit ihm einen ähnlichen Leihvertrag abschliessen wie mit Stürmer Arthur Cabral. Das würde bedeuten, dass auch Ramires erst einmal für ein Jahr in die Schweiz kommt und Basel, wenn die Leistung stimmt, eine Kaufoption ziehen kann.

Noch ein FCB-Partnerklub, diesmal aus Argentinien?

Gemäss «Blick» plant der FC Basel eine Zusammenarbeit mit San Lorenzo, dem aktuellen Tabellenführer der argentinischen Superliga. Eine Delegation aus Argentinien soll sich in diesen Tagen in Basel befinden und auch das Heimspiel im Joggeli gegen Lugano angeschaut haben. Noch seien letzte Details des Deals zu klären.

Wie schon bei der Partnerschaft mit den Indern von Chennai City soll auch die Kooperation mit San Lorenzo eine Zusammenarbeit im Nachwuchsbereich beinhalten. Der FCB soll dafür Exklusivrechte an Spielern bekommen. Die Südamerikaner sollen dann bei einem allfälligen Weiterverkauf der Spieler mitverdienen.