Schon vor dem ersten Spiel in der Playoff-Serie gegen Hope-GBA aus Genf prognostizierte sie: «Ich erwarte eine sehr ausgeglichene Serie. Wir haben in der Qualifikation beide Partien zu unseren Gunsten entschieden, die Spiele waren allerdings hart umkämpft.» Mit ihrer Einschätzung sollte sie im Verlauf des Abends recht behalten. Im ersten Viertel erwischten die Baslerinnen den klar besseren Start, sie überzeugten mit guten Distanzwürfen und konsequenter Verteidigungsarbeit. Nach zehn Minuten lagen sie folgerichtig mit fünf Punkten in Front.

Der Spielverlauf änderte sich im nächsten Viertel komplett: Nach einer Verletzung bei Marisa Heckendorn schlichen sich bei Uni Basel einige Flüchtigkeitsfehler ein. Dies ermöglichte es den Gegnerinnen aus der Romandie, unter lautstarken Anfeuerungsrufen ihres Trainers, in Führung zu gehen. Bei Halbzeit stand es schliesslich 35:33 für die Gäste.

Nervenstärke sichert Erfolg

Das dritte Viertel war geprägt von vielen Fehlwürfen auf beiden Seiten. Die Genferinnen konnten jedoch regelmässiger punkten und ihren Vorsprung auf teilweise sieben Zähler ausbauen. Nun war Monica Pileggi gefordert, die richtigen Anweisungen an ihr Team zu geben: «Dank unserer Nervenstärke bei knappen Spielständen konnten wir bereits mehrere Partien in dieser Saison umbiegen.»

Im Schlussabschnitt überzeugte besonders Top-Scorerin Megan Skouby mit diesen Qualitäten. Sie verwertete mehrere Würfe von der Dreipunktelinie und erhöhte kurz vor Spielende mit zwei verwerteten Freiwürfen auf 66:63. Die Gäste besassen mit dem letzten Angriff noch die Möglichkeit, sich in die Verlängerung zu retten, konnten diese Chance allerdings nicht nutzen. Der Jubel auf der Basler Spielerbank kannte nach der Schlusssirene keine Grenzen mehr, und auch die Zuschauer in der Birsfelder Sporthalle feierten ihre Equipe mit Standing Ovations.

Monica Pileggi blickte nach Spielende bereits auf die kommende Begegnung in der Romandie: «Während der nächsten Tage steht die Regeneration für unser Team im Mittelpunkt. Es wird daher nur leicht trainiert und der Fokus auf die Wurftechnik gelegt. In Genf wollen wir mit einem Sieg
die Serie vorzeitig beenden und damit den Halbfinaleinzug perfekt machen.»