Ein Weitschuss aus rund 25 Metern von Cédrc Itten, dessen sonderbare Flugbahn Breitenrains Goalie Leo Kiener überraschte, entschied in der 34. Minute das Duell zwischen dem Letzten und dem Vorletzten der Promotion League. Nach fünf Niederlagen in Serie durfte der FC Basel U21 endlich wieder einen Sieg bejubeln.  «Das Wichtigste ist, dass wir gewonnen haben», bilanzierte Trainer Thomas Häberli.

Den Baslern war zwar anzumerken, dass ihr Selbstvertrauen unter der Negativserie gelitten hatte, dennoch war der Sieg verdient. Denn bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt war es fast ausschliesslich das Heimteam, das gefährliche Aktionen vor dem gegnerischen Tor vorzuweisen hatte. Captain Samuele Campo scheiterte mehrfach aus aussichtsreicher Position (69., 71.) und per Freistoss (45., 86.) an Kiener und der erstmals spielberechtigte Giuseppe Morello traf aus wenigen Metern nur das Aussennetz (65.).  «Wir müssen eigentlich den zweiten und dritten Treffer erzielen», hielt Häberli fest, konnte sich aber immerhin mit der Tatsache trösten,  «dass wir endlich wieder einmal zu Null gespielt haben».

Unschöne Szenen neben dem Platz

Zu reden gab nach Spielschluss ein Gerangel im Kabinengang während der Halbzeitpause. Basels Charles Pickel fiel wegen eines Tritts des Breitenrainers Labinot Sheholli die Treppe runter, was anschliessend beinahe zu einem Handgemenge führte. «Er hat mich in die Rippe getreten und ich verlor daraufhin das Gleichgewicht», schilderte Pickel seine Sicht der Dinge.

Als Auslöser vermutete er die Tatsache, dass er bereits mehrmals während des Spiels mit Sheholli verbal aneinandergeraten war. «Solche Wortgefechte kommen immer wieder mal vor, ihm ist wohl eine Sicherung durchgebrannt», erklärte der FCB-Junior und zog einen Schlussstrich: «Wir haben uns nach dem Abpfiff die Hand gegeben, die Sache ist vorbei!»