Fussball
Erneute Demütigung für den FC Allschwil

Allschwil verliert wie schon im Hinspiel mit 0:4 gegen «Black». Bei den Allschwilern fiel der Ausfall von Sehid Sinani besonders ins Gewicht. Der FCA geriet schon früh in Rückstand und hatte dem Gegener nichts mehr entgegen zu setzen.

Nicolas Lurati
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FC Allschwil taucht erneut gegen «Black»
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Die Allschwiler Bamassy (links) und Demiri (rechts) können Jean Basse nicht bremsen
Eigentlich hätten sich eher die Allschwiler verstecken müssen
Black-Stars-Spieler Davide Quaranta segelt an Yannick Rahmen vorbei
Abtasten im Allschwiler Strafraum – Allschwils Almedin Ahmetovic (links) macht Bekanntschaft mit Adolphe Lengue Lengue. Junkov

FC Allschwil taucht erneut gegen «Black»

Juri Junkov

Das hatte man sich beim FC Allschwil sicher anders vorgestellt. Nach dem schmerzhaften 0:4 in der Hinrunde war Blaurot gegen die nur unweit vom Brüel beheimateten Schwarzweissen bedingungslos auf Wiedergutmachung aus. Doch auch im zweiten Derby war der FCA chancenlos. «Sehr schade, dass wir die offene Rechnung nicht begleichen konnten», meinte Allschwil-Ersatzcaptain Sohail Bamassy, der in Abwesenheit von Sehid Sinani diesmal die Binde trug.

Besonders der Ausfall des eben Genannten fiel bei den von Verletzungen ohnehin arg geplagten Allschwiler besonders ins Gewicht. In der Hintermannschaft fehlte ohne die Übersicht und den Leaderqualitäten Sinanis komplett die Stabilität. Das im läuferischen Bereich nicht gerade unwiderstehliche FCA-Innenverteidiger-Duo Pascal Suter/Roderick Föll war mit der Offensivabteilung der Black Stars masslos überfordert und wurde vor allem von Jean Basse, Mittelfeldmotor der Gäste, ein ums andere Mal stehen gelassen.

Doppelschlag Philippe Beckers

Zudem kam mit dem frühen Rückstand – ein bereits in der vierten Minute verwandelter Penalty von Black-Regisseur Seyfettin Kalayci – noch der psychische Nachteil zum Tragen, was auch Bamassy so konstatierte: «Der Elfmeter war der Knackpunkt der Partie. Anschliessend waren wir vor allem mental nicht mehr in der Lage, das Spiel zu kehren.» So richtig heftig wurde es für die Hausherren aber erst in der Folge, als Philippe Becker mit einem Doppelschlag auf 0:3 erhöhte. Damit war die Sache natürlich gelaufen und hätten die Gäste vor dem Allschwiler Kasten ein wenig effizienter agiert, so wären sie unter Umständen noch mit einer viel höheren Führung in die Pause gegangen. «Wir waren sogar noch gut bedient mit diesem Resultat», meinte auch Allschwil-Trainer Sinisa Pavkovic, der seinen Vertrag bei den Baselbietern soeben um ein Jahr verlängert hat, und fügte hinzu: «Irgendwie fehlte uns jeglicher Biss.»

Auch in Hälfte zwei war für Allschwil, bei denen zu allem Übel auch noch Torwart Nico Offenhäuser in der Pause verletzt vom Platz musste, nichts zu holen. Im Gegenteil, die Gäste wollten mehr. Der vierte Black-Treffer durch Said Jouni war dann auch die logische Folge und der resultatsmässige Schlusspunkt eines aus Allschwiler Sicht komplett misslungenen Samstagabends.