Handball

Erneute Niederlage: Dem RTV werden die Grenzen aufgezeigt

Für den RTV Basel gab es gegen den HC Kriens-Luzern kein Durchkommen.

Für den RTV Basel gab es gegen den HC Kriens-Luzern kein Durchkommen.

Die Realturner verlieren gegen den HC Kriens-Luzern, den aktuell Tabellenzweiten der Swiss Handball League, deutlich mit 23:34 und bleiben somit in der neuen Saison weiterhin sieglos.

Für den RTV Basel galt es den Aufwärtstrend im Heimspiel gegen den HC Kriens-Luzern zu bestätigen, den die Realturner zuletzt dank dem klaren 49:29-Sieg im Sechzehntelfinal des Schweizer Cups gegen den Erstligisten Handball Wohlen einleiteten. Die angereisten Zentralschweizer waren jedoch ein erwartungsgemäss harter Brocken. Sie kamen noch ungeschlagen ans Rheinknie. Jedoch mussten die Innerschweizer den Abgang des ehemaligen Nationalspielers Severin Ramseier verkraften, der wiederum bei seinem Debüt am Rheinknie gleich wieder auf seinen Ex-Verein traf.

Abschied und Neuanfang

Dem Innerschweizer Neuzugang war dieses Rencontre mit den alten Teamkollegen jedoch keineswegs unangenehm, erhoffte er sich doch dadurch einen angenehmeren Einstieg bei seinem RTV-Debüt. Während der Routinier mit viel Applaus von den 150 Zuschauern empfangen wurde, galt es von Yannik Ebi Abschied zu nehmen, der sich nach 143 Partien beim RTV Basel wegen eines Niereninfarktes endgültig vom Spitzensport verabschieden musste.

Auch auf dem Spielfeld herrschten gemischte Gefühle vor. Der Basler Offensive gelang nur gerade ein einziges Tor nach den ersten zehn Spielminuten. RTV-Trainer Darijo Bagaric griff deswegen auf ein Team-Timeout zurück, um seiner Truppe neue Impulse einzuhauchen, da diese mit der aggressiven gegnerischen 4-2-Verteidigung ihre Mühe hatte. Bis zur Halbzeit trug diese taktische Justierung immerhin  in Form von neun Toren für das Heimteam Früchte, konnte jedoch die kassierten 17 Gegentore nicht verhindern. Kriens-Luzern beeindruckte besonders mit einer hohen Wurfquote von 80 Prozent. 

Die Breite des Kaders als Hauptproblem

Zwar konnte sich die Offensive des Basler Traditionsvereins in der zweiten Halbzeit deutlich verbessern und solide 14 Treffer für sich verbuchen. Der RTV war aber von Topscorer Alexander Spende und Neuzugang Arthur Karvatski abhängig, die nur gerade jeden zweiten Torversuch verwerten konnten.

In der Defensive blieb das Heimteam weiterhin fehleranfällig und konnte sich auch nur bedingt auf das Torhüterduo Willimann und Kühner verlassen, deren Abwehrquote mit 19 Prozent nur halb so gut ausfiel wie jene der gegnerischen Goalies. Nach 60 Spielminuten stand das Endresultat von 23:34 fest und den Realturnern wurden die Defizite aufgezeigt.  Diese gilt es für die «peRspekTiVe 2029» zu bewältigen, um sich das selbst gesetzte Ziel - eine ähnliche Topequipe wie jene des Innerschweizer European-League-Teilnehmers aufzubauen - erreichen zu können.

Nach Severin Ramseiers Meinung muss der Vorstand des RTV hierfür vor allem das Kader verbreitern, um sowohl in der Defensive als auch in der Offensive eine vergleichbare Leistung liefern zu können. Dass der 29-fache Schweizer Nationalspieler für dieses Fernziel gewillt ist, regelmässig lange Pendelwege zwischen seinem Wohnort Luzern, seinem Studiumsplatz Zug und dem Rankhof in Basel in Kauf zu nehmen, zeigt jedoch, dass die Konzepte der RTV-Führung eine positive Wirkung entfalten. Trotz der erneuten Niederlage macht das Hoffnung.

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