«Wir wollen ganz oben mitspielen», sagte FC Liestal-Trainer Massimo Saracino vor Beginn der Zweitligainterregional Saison. Nach vier Spielen stehen bei den Kantonshauptstädtern lediglich vier Punkte zu buche, zuletzt folgten zwei Pleiten aufeinander.

Zu wenig für einen Verein der Grösse des FC Liestal, der zudem selber eine Zentrumsfunktion im Oberbaselbiet ausüben möchte. Die Konsequenz: Saracino musste am Montagabend seinen Platz räumen, wie die bz aus verlässlichen Quellen erfahren hat.

Auf Nachfrage bestätigt der Verein die Entlassung des Italieners. Die Vorgaben der sportlichen Leitung seien bei weitem nicht erfüllt worden. Die Liestaler haben mit Matthias Kretschmer eine interne, wenn auch nur interimistische Lösung gefunden. Der Deutsche ist im Sommer zum FCL gestossen, zuvor war er Cheftrainer bei der U17 von Energie Cottbus.

Was bleibt nach der Entlassung ist ein etwas bitterer Nachgeschmack. Saracino war in nur zwei Jahren der bereits vierte Trainer. Kein ganzes Jahr stand er, der zuvor Assistent seines Vorgänger Enzo Meo war, an der Seitenlinie des FC Liestal. Ein unglaublicher Trainerverschleiss. Und angesichts dessen, dass Saracino als Cheftrainer unerfahren war, war der anvisierte Aufstieg stets ein ambitioniertes Team, obschon die Qualität in der Mannschaft vorhanden wäre. Letztere reagierte gedrückt auf die Nachricht der erneuten Entlassung, war Saracino doch grösstenteils beliebt.

Der FC Liestal steht erneut vor einem Scherbenhaufen. Manch einer wird die Entlassung als voreilig einstufen. Die einzige Konstante ist die Inkonstanz – insbesondere auf der Trainerbank. Und mit jeder Entlassung wird die Suche nach Nachfolgern schwieriger.