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Erneuter Sieg für Katrin Leumann vom Goldwurst-Power/Sputnik Team

Die Saison könnte für die Baslerin Katrin Leumann nicht besser beginnen. Erneut konnte die Goldwurstpower-Fahrerin die Ziellinie als Erste passieren und gewann das internationale C1-Rennen im spanischen Chelva.

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Ein gutes Jahr nach ihrem fatalen Trainingssturz beweist Katrin Leumann: Gewinnen hat sich nicht verlernt.

Ein gutes Jahr nach ihrem fatalen Trainingssturz beweist Katrin Leumann: Gewinnen hat sich nicht verlernt.

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Dieses Mal war Leumann ohne Partnerin unterwegs und wieder auf ihrer gewohnten Renndauer. Das Rennen wurde in der olympischen Disziplin Cross Country ausgetragen und wurde von einigen internationalen Fahrerinnen als ersten Testlauf genutzt.

Nach dem Andalucia Bike Race verbrachte Leumann eine Trainingswoche in der Nähe von Valencia und bestritt als Abschluss das Rennen, welches im Hinterland von der Küstenstadt ausgetragen wurde.

Genug erholt vom Etappenrennen?

«Ich war etwas unsicher, ob ich mich auch schon genug erholt hatte vom Etappenrennen. Die kurzen Sprints beim Aufwärmen fühlten sich ziemlich hart und ungewohnt an. Doch ich liess mich nicht beirren und wollte einfach mein Rennen fahren», sagte Leumann.

Knapp zwei Minuten vor der ersten Verfolgerin erreicht Katrin Leumann jubelnd das Ziel.

Knapp zwei Minuten vor der ersten Verfolgerin erreicht Katrin Leumann jubelnd das Ziel.

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Und dies tat sie dann auch in ziemlich selbstsicherer Manier. Kurz nach dem Start setzte sich Leumann an die Spitze des Feldes und konnte sich in der ersten technischen Abfahrt sogleich etwas absetzen. «Es windete sehr stark und ich war mir nicht sicher, ob es sinnvoll ist bereits die erste Runde alleine im Wind zu fahren, aber warten fühlte sich auch falsch an», meinte Leumann, «und so bin ich einfach meinen Rhythmus weitergefahren.» Diesem Rhythmus konnte keine der Konkurrentinnen folgen und so kam Leumann bereits mit 30 Sekunden Vorsprung auf die Verfolgerin Gorycka aus Polen von der ersten von vier Runden zurück.

«Es geht wieder»

Mit konstanten Rundenzeiten gelang es Leumann, das Rennen optimal einzuteilen. Ihre Befürchtungen, dass die eine oder andere Athletin im Verlauf des Rennens den Anschluss wieder herstellen könnte, erwiesen sich als unbegründet und so gelang es Leumann bereits eine Woche nach ihrem letzten Erfolg, wieder einen Sieg nach Hause zu bringen. «Dieses Rennen war sicher stärker besetzt als das Etappenrennen. Nachdem ich die Startliste studiert habe, nahm ich mir zwar einen Podestplatz vor, dass es aber gleich zu einem Sieg reichen könnte, hätte ich nicht gedacht», sagte eine von Emotionen überwältigte Leumann, «es fühlt sich unrealistisch an, dass ich genau vor einem Jahr aus dem Spital entlassen wurde, noch unfähig alleine den Alltag zu bewältigen und nun bereits wieder Rennen gewinnen kann. Ich denke, es ist vor allem die Erleichterung, dass es wieder geht, was mich so glücklich macht.»

Mit knapp zwei Minuten Rückstand wurde die Polin Gorycka Zweite vor der Italienerin Teocchi und der Russin Kalentyeva.