FC Basel

Erst nach der Pause ebenbürtig - FCB Frauen verlieren in Zürich

Die FCB Frauen verlieren im Letzigrund.

Die FCB Frauen verlieren im Letzigrund.

Die Frauen des FC Basel zeigen sich erst in der zweiten Halbzeit präsent. Liegengelassene Chancen und eine schwache Rückwärtsbewegung verhindern aber, dass der FCB Punkte mitnehmen kann.

Früher Rückstand für die Baslerinnen

Unglücklicher hätte der Klassiker aus Basler Sicht nicht beginnen können: Nach vier Minuten brachte Martina Moser einen Freistoss in den Sechzehner der Gäste, wo FCZ-Captain Barla Deplazes als erste am Ball war. Das Spielgerät rollte unaufhaltsam der Torlinie entgegen, landete aber erst via Pfosten und dem Schienbein der zurückgeilten Elisabeth Mayr hinter der Linie.

Der Schock beim FCB war drei Zeigerumdrehungen nicht verdaut, denn Fabienne Humm durfte allein auf Selina Wölfe losziehen, scheiterte aber am Goalie. Die erst 16-jährige U19-Torhüterin, die aufgrund der langen Verletztenliste einspringen musste, zeigte ein gutes NLA-Debut und bewahrte ihr Team auch in der Folge von dem einen oder anderen Gegentreffer.

Zwar fingen sich die Rotblauen in der Folge und kamen zur einen oder anderen Abschlussaktion in Tornähe. Die Chancen des Heimteams waren eindeutig von grösserer Qualität, denn bei den Baslerinnen stimmte in der Rückwärtsbewegung nicht viel. Oftmals reichte ein Diagonalball der Zürcherinnen, um zu einer klaren Möglichkeit zu kommen. Allerdings betrieben diese einen ziemlichen Chancenwucher und hatten bei den Lattentreffern von Deplazes (36.) und Humm (38.) zudem Pech. Das Pausenresultat war jedenfalls das Beste aus Sicht der Gäste.

Erstarkende FCB Frauen

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild in diesem attraktiven Verfolgerduell. Plötzlich war der FCB präsenter, stand höher und gewann viel mehr zweite Bälle. Torchancen liessen in der Folge nicht lange auf sich warten. Den Anfang machte Imane Saoud, die aus knapp 25 Metern die Lattenoperkante traf (52.). Gefährlichste Baslerin war allerdings Selina Fockers. Die nach einer Stunde eingewechselte Deutsche brachte aber nach tollem Zuspiel von Riola Xhemaili den Ball an FCZ-Torfrau Livia Peng nicht vorbei (64.) und schoss nur um wenige Zentimeter neben das Gehäuse (87.).

Die Zürcherinnen mussten im zweiten Umgang vor allem kämpferische Tugenden in die Waagschale werfen, um den nicht unverdienten Ausgleich zu kassieren, hatten aber dennoch Gelegenheiten, den Match vorzeitig zu entscheiden. Weil aber Martina Moser (67.) und Seraina Piubel (84.) in Wölfle ihre Meisterin fanden, blieb die Begegnung bis in die Nachspielzeit offen. So dauerte es bis zur 94. Minute, ehe der FCZ-Sieg feststand. Meriame Terchoun schloss einen Konter erfolgreich ab und sorgte damit auch dafür, dass Weissblau Rotblau von Rang 3 der Tabelle verdrängte.

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