Eishockey 1. Liga

Erst zittrig, dann reif und abgeklärt - EHC Basel/KLH führt 2:0

Die Basler konnten gestern einen souveränen Sieg feiern.

Die Basler konnten gestern einen souveränen Sieg feiern.

Der EHC Basel/KLH steht nach dem zweiten Sieg gegen Brandis mit einem Bein im Playoff-Halbfinal. Die Basler entschieden das Spiel mit vier Toren im Mitteldrittel.

Achtung, fertig, los – ja, aber erst mit 20 Minuten Verzögerung. Die Matchuhr zeigte 20:12, als Remo Hunziker, nach einem Solo und einem Abpraller nach einem Schuss von Theddy Stalder zum Ausgleich ins leere Tor traf. Vorher hatten beide Teams eher verhalten begonnen. Brandis wirkte eine Spur aufmüpfiger und entschlossener. Beide Teams versuchten, ihre offensive Schnelligkeit auszuspielen, allerdings nur mit mässigem Erfolg, da oft die Präzision in den Pässen fehlte. Basel wirkte zudem gehemmt und vorsichtig.

Zu vorsichtig, wie die Pausenführung der Emmentaler unterstrich. Doch danach lösten sich die Fesseln: Alessio Guantario gelang in der 25. Minute – Duplizität der Ereignisse – der zweite Treffer nach einem Abpraller ins leere Tor, Keller doppelte nur zwei Minuten später nach. Innert sieben Minuten hatte Basel das Spiel gedreht. Und weil die sie in der Folge eine doppelte Überzahl sowie einen weiteren Ausschluss schadlos überstanden, war das 4.1 eine Minute vor Schluss des Mitteldrittels schon so etwas wie die Vorentscheidung.

Basel verwaltete den Vorsprung

Basels leicht zittrige Vorsicht aus den Startminuten war inzwischen einer abgeklärteren und auch weitaus sichereren Spielweise gewichen. Mit einer Ausnahme: Eine Sekunde vor Schluss des Mitteldrittels nützte Brandis eine Unachtsamkeit zum Abschlusstreffer.

Daran änderte sich auch im Schlussdrittel wenig. Basel behielt die Übersicht, drückte auf den fünften Treffer, brauchte allerdings beinahe zehn Minuten, bis einer der vielen – verwirrend schönen – Angriffe zum Erfolg führte: Mattia Di Biase traf aus dem Slot nach Vorarbeit seiner Sturmpartner Stalder und Hunziker. Damit fehlt dem äusserst cleveren EHC Basel, bei dem Anspruch und Realität zum zweiten Mal in Folge in der Serie eine deckungsgleiche Einheit waren, noch ein Sieg zum Halbfinal-Einzug.

Brandis KLH - EHC Brandis 6:2 (0:1, 4:1, 2:0)

St. Jakobs-Arena – 923 Zuschauer – SR. Huber, Romang/Von Allmen. – Tore: 14. Bieri (Zurflüh) 0:1. 21. (20.12) Hunziker (Stalder) 1:1. 25. Guantario (Keller, Steiner) 2:1. 27. Keller (Curle) 3:1. 39. Keller (Schnellmann) 4:1. 40. (39.59) Zurflüh (Gasser) 4:2. 50. Di Biase (Stalder) 5:2. 56. Hunziker (DiBiase/Ausschlüsse Malicek, Reinhard) 6:2. – Strafen: Basel 7-mal 2 Minuten, Brandis 3-mal 2 Minuten.

Basel: Hohlbaum; Gfeller, Malicek; Curle, Frunz; Mäder, Marc-Andrea Lenz; Asal, Gian-Reto Lenz; Di Biase, Stalder, Hunziker; Guantario, Keller, Meyer; Steiner Dintheer, Schnellmann; Morand, Frehner, Zinkl.

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