Man kann nicht wirklich sagen, dass sich die Lage innerhalb der Mannschaft in Sachen Krankheit und Verletzungen entspannt hätte. Zwar stand Capitaine Madlaina Matter nach ihrem Darminfekt wieder zur Verfügung, doch Jessica Ventura spielte wegen ihrer lädierten Schulter auf Sparflamme und Zuspielerin Taylor Tashima hatte von den Aerzten wegen ihrer Hirnerschütterung strikte Bettruhe verordnet bekommen.

So war es nicht wirklich verwunderlich, dass das Schlusslicht aus dem Waadtland seine eigentlich kaum vorhandene Chance nutzte und völlig überraschend den ersten zu seinen Gunsten entscheiden konnte. Doch auch im zweiten Satz fand das mit der erst 16-jährigen Passeuse Annalea Maeder angetretene Heimteam zu Beginn nicht in diese Partie und lag beim ersten technischen Time-Out mit 5:8 zurück. Es war dann einem Energieanfall von Grozer mit einem klassischen Hattrick zu verdanken, dass der Gastgeber wieder herankam (10:10), später sogar mit 19:14 in Führung gehen konnte und letztlich den Satzausgleich bewerkstelligen konnte.

Weiterhin viel Kampf und Krampf

Auch der dritte Satz wurde zum Geknorze gegen die zwar kämpferisch alles gebenden, aber spielerisch bescheidenen Gäste, welche vor allem von den Punkten ihrer Topskorerin Cassidy Baird und der US-Amerikanerin Sarah Rose Schmid sowie ihrer überragenden Libera Marine Haemmerli lebten. Nach meist ausgeglichenem Spielstand waren es zwei Servicewinner von Grozer, welche Sm’Aesch den Satzvorsprung brachten.

Danach kam endlich der erhoffte Durchmarsch der Gastgeberinnen. Ueber ein 8:4 und ein 16:8 bei den technischen Time-Outs holte sich Sm’Aesch trotz einem kleinen Durchhänger gegen Ende des Spiels den kaum mehr erwarteten Drei-Punkte-Sieg.     

Niederlage in Düdingen

Das Spitzenspiel vom Freitag gegen Volley Düdingen stand unter dem Motto: Revanche. Beim Saisonauftakt in Aesch landeten die Power Cats mit 0:3-Sätzen überraschend klar auf der Verliererstrasse. Diese Scharte wollte der aktuell Zweitplatzierte der Nationalliga A-Tabelle in eigener Halle ausmerzen. Allen voran die drei ehemaligen Sm’Aesch-Spielerinnen Kerley Becker, Thays Deprati und Samira Sulser. Zudem trafen in dieser Partie mit Dora Grozer (124 Punkte) und Danielle Harbin (120 Punkte) auch die beiden besten Skorerinnen im Direktduell aufeinander. Und die Düdingerinnen nutzten die Chance und besiegten ein fehlerhaftes Sm’Aesch Pfeffingen nach Satzrückstand mit 3:1-Sätzen.

Und es waren ausgerechnet Harbin und Ex-Sm’Aesch-Capitaine Becker, welche den Baselbieterinnen das Leben, respektive das Punkten schwer machten. Kam noch hinzu, dass beim Team von Head-Coach Andreas Vollmer gleich mehrere Spielerinnen nie richtig auf Touren kamen. Allen voran Passeuse Taylor Tashima, welche mit einer Hirnerschütterung ins Spiel gegangen war und im dritten Satz folgerichtig von Annalea Maeder ersetzt wurde. Aber auch die sonst am Mittelblock souverän auftretende Capitaine Madlaina Matter blieb an diesem Abend wegen eines hartnäckigen Darminfektes blass und musste Lea Werfeli Platz machen.

Düdingen schlicht besser

Diese Wechsel brachten nach einem 16:23-Rückstand zwar nochmals Schwung in die Reihen des Tabellenführers und sogar den 24:24-Ausgleich. Doch das Heimteam blieb unbeirrt, holte sich die nächsten zwei Punkte und damit die 2:1-Führung nach Sätzen.

Im vierten Durchgang schien die Partie beim Spielstand von 15:10 für Düdingen gelaufen. Doch sechs Punkte in Folge und der damit verbundene 16:15-Vorsprung beim zweiten technischen Time-Out liessen beim Birstal-Kombinat nochmals Hoffnung aufkommen. Doch Harbin und die als Best Player ausgezeichnete Becker waren an diesem Tag schlicht besser als ihre Kontrahentinnen, sodass Sm’Aesch Pfeffingen mit der ersten Niederlage im Gepäck nach Hause reisen musste.