Fussball
Erstmaliger Einzug in den Cupfinal für die Frauen des FC Basels

Die Basler Fussballerinnen gewinnen den Cup-Halbfinal gegen den SC Schwyz mit 5:1 und können zum ersten Mal in den Final einziehen. Ihr Gegner am 18. Mai wird der FC Zürich sein, der im Halbfinal die Young Boys mit 3:1 besiegten.

Claudine Müggler
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Basels Sophie Herzog ist mit Eifer am Ball.
Es ist vollbracht: Freude und Champus über den Einzug ins Finale.
Kein Zuckerschlecken: Zweikampf mit Sophie Herzog und Sandra Seoane (r.)
Jubel und Elend in gleichem Masse - jedoch mit sportlicher Geste.
Gegen Schluss der Partie musste Basels Marina Marty verletzt vom Feld.

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Martin Toengi

«Es ist geschafft.» So kommentierte Beat Naldi, der Trainer von den Frauen des FC Basels, das Spiel nach dem Schlusspfiff. Soeben hatten die Frauen des FCB zum ersten Mal in der Geschichte des Schweizer Cups den Final erreicht. »Ich freue mich sehr für das Team. Sie haben sich den Sieg erkämpft und stehen verdient im Final,» sagte Naldi.

Wirklich gefährdet war dieser Sieg aber nie. Basel machte von Anfang an Druck, die Schwyzerinnen kamen in der ersten Hälfte praktisch zu keiner Torchance. Jedoch hatten auch die Baslerinnen nicht übermässig viele Chancen. Sie konnten aber zwei davon nutzen. Eseosa Aigbogun und Chantal Fimian trafen und damit lagen die Baslerinnen zur Pause mit 2:0 vorne.

Die zweite Hälfte bot etwas mehr Spektakel, die Baslerinnen hatten mehr Torchancen, konnten sie aber nicht wirklich nutzen. « Wenn wir alle Torchancen genutzt hätten, hätten bestimmt noch zwei, drei Tore mehr herausgeschaut,» waren sich Trainer Naldi und die dreifache Torschützin des gestrigen Spiels Aigbogun einig. «Schwyz hatte eigentlich keine echte Torchance. Sie brachten es aber dennoch zustande, ein Tor zu schiessen,» gab Naldi nach dem Spiel zu verstehen. So stand es Ende nach zwei weiteren Treffern von Aigbogun und einem Tor von Samira Susuri 5:1. Damit war der erstmalige Cupfinal Tatsache.

Vor dem Spiel hatte der Trainer ein weniger gutes Gefühl. « Die Einstellung war zwar gut, das Team wollte auch alles geben, aber wir waren ungewohnt nervös, fast schon verkrampft», sagte Naldi. Dies merkte man dem Team in den ersten Minuten auch an. Viele Ballverluste waren die Folge. Die Baslerinnen machten sie das Leben selber schwer.

Deshalb war für die Torjägerin Aigbogun auch klar: « Wollen wir den Final gewinnen, muss ganz klar eine Steigerung her.» Gegen wen dieser Final am 18. Mai in Fribourg stattfinden wird, wurde vom Stadionspeaker gleich noch verraten. Die Titelverteidigerinnen aus Zürich setzen sich im anderen Halbfinalspiel gegen die Young Boys aus Bern mit 3:1 durch. Somit kommt es nun zum Duell mit den Frauen aus Zürich. Schaut man sich die Situation in der Tabelle der Meisterschaft an, geht Zürich klar als Favorit in diese Partie. Mit 23 Punkten Vorsprung auf Basel steht Zürich an der Tabellenspitze.

« Klar ist Zürich der Favorit», fügte Aigbogun hinzu, «aber wenn wir wieder so eine geschlossene Teamleistung zeigen und dazu noch effizienter werden, haben wir durchaus eine Chance, den Cup zu holen. Dieser Ansicht ist auch Trainer Naldi:» Wir müssen cleverer spielen, die Defensive muss näher stehen. Im Training klappt es ganz gut, jetzt müssen wir es noch im Match umsetzen.» Doch das Finale sei ein ganz neuer Match, alles beginne bei null. « Wenn die Spielerinnen alles ablegen können und mit voller Konzentration auf den Punkt hundert Prozent geben, ist der Ausgang dieses Spiels offen», meinte er mit der Aussicht vielleicht bald den Pokal in die Höhe stemmen zu können.