FC Basel
«Es freut mich nicht, dass er weg ist» – das sagen die Spieler zum Streller-Rücktritt

Die FCB-Stürmer Ricky van Wolfswinkel und Valentin Stocker erklären nach dem Trainingsauftakt, wie sie die Chaos-Tage aus den Ferien verfolgt haben und was die Mannschaft jetzt machen muss, damit Ruhe einkehrt.

Jakob Weber
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Man muss ja nicht gleich am ersten Tag alles besprechen. Das sieht zumindest Valentin Stocker so. Wir Spieler können solche Entscheidungen nicht beeinflussen», sagt er. Sein Kollege Ricky van Wolfswinkel steht ihm bei und sagt: «Es fällt mir nicht schwer, mich trotz allem, was passiert ist, auf das Wesentliche zu konzentrieren. Wir machen das, war wir am besten können. Und das ist auf dem Platz.»

Zumindest die beiden Offensivkräfte, die sich nach dem ersten Training der Saisonvorbereitung den Fragen der Journalisten stellen, leben Einigkeit vor. Einigkeit: Genau darauf wird es ankommen, wenn der FCB seine Ziele in Zukunft erreichen will. Die lauten: International in eine Gruppenphase kommen und die Meisterschaft wieder spannend gestalten.

Dass diese Ziele ohne Sportchef Marco Streller angegangen werden müssen, findet Ricky van Wolfswinkel persönlich schade: «Sein Rücktritt kam überraschend. Wir hatten immer eine gute Beziehung. Es freut mich nicht, dass er weg ist. Aber ich glaube, dass der Präsident immer nur das Beste für den Verein will.»

Valentin Stocker hat den Aufruhr bei seinem Klub erst verspätet mitbekommen. Während den ersten zweieinhalb Wochen seiner Ferien hat er das Handy weggelegt und sich erst im Nachhinein informiert. «Ich denke, ich habe alles richtig gemacht», sagt Stocker und lacht. Anschliessend nimmt er die Mannschaft in die Pflicht: «Wir müssen uns auf unsere eigenen Stärken besinnen und da weitermachen, wo wir letzte Saison aufgehört haben.»

Am Dienstag nahm die Mannschaft des FC Basel wieder das Training auf.
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Einiges ist passiert in den letzten Tagen.
Der Verein wollte Patrick Rahmen als neuen Trainer verpflichten.
Die Verhandlungen mit dem FC Aarau scheiterten.
Das Hin und Her sorgte für mächtig Unruhe im Verein.
Am Schluss trat Sportchef Marco Streller zurück.
Jetzt gilt es für Marcel Koller wieder Ruhe in die Mannschaft zu bringen.
Trainingsauftakt FC Basel
Cheftrainer Marcel Koller
Assistenztrainer Carlos Bernegger und Trainer Marcel Koller.
Zdravko Kuzmanovic
Ricky van Wolfswinkel
Die beiden Neuverpflichtungen Omar Alderete ...
... und Kemal Ademi.

Am Dienstag nahm die Mannschaft des FC Basel wieder das Training auf.

GEORGIOS KEFALAS

Noch eine Kommunikationspanne

Für diesen Irrtum kann der FC Basel nichts. Laut einer ersten Mitteilung auf der Homepage der Uefa hätte heute in Nyon die zweite Runde der Champions-League-Qualifikation ausgelost werden sollen. Der FCB bekommt es Ende Juli entweder mit dem PSV Eindhoven aus den Niederlanden oder mit dem tschechischen Vertreter Victoria Pilsen zu tun.

Doch jetzt wurde klar, dass die Auslosung doch erst morgen stattfindet. Mittlerweile hat die Uefa auch die Zeit und das richtige Datum auf ihrer Homepage veröffentlicht. Mittwoch, 19. Juni, um 12 Uhr wird ausgelost.