FC Basel

«Es geht ja nicht darum, wer am meisten läuft»

Kevin Bua befindet sich aktuell in der Form seines Lebens.

Kevin Bua befindet sich aktuell in der Form seines Lebens.

3:1 gewinnt der FCB gegen Thun und Kevin Bua ist dank seines 1:0 wie so oft zuletzt der Wegbereiter. Nach dem Spiel spricht er über seine Entwicklung, seine Kondition, Roger Federer und über ein für ihn besonders spezielles Auswärtsspiel am kommenden Donnerstag gegen Getafe.

War Ihr Freistoss zum 1:0 Können oder Glück?

Kevin Bua: Ich bin ehrlich. Der Ball ist nur rein, weil er von der Mauer abgefälscht wurde. Ich wollte ihn ganz woanders hinschiessen. Valentin Stocker läuft vorbei und ruft: «Der hat so viel Glück. Nur Glück hat der!» Kevin Bua lacht und fährt fort: Ja da hat er recht, aber man muss das Glück auch erzwingen.

Wie wichtig war das Glückstor? Vorher tat sich der FCB lange schwer

Die erste Hälfte war ausgeglichen. Beide Teams hatten Chancen. Aber es war schwierig. Das war sicherlich kein Spiel Erster gegen Letzter.

Sie arbeiten offensiv wie defensiv viel. Kennen Sie Ihre persönlichen Laufdaten?

Die werden per GPS aufgezeichnet. Aber ich weiss nicht, wie viel ich laufe.

Überdurchschnittlich viel?

Keine Ahnung. Es geht ja nicht darum, wer am meisten läuft. Im richtigen Moment den richtigen Laufweg machen ist die Kunst.

Warum läuft es Ihnen in dieser Saison so gut?

Das kommt automatisch. Ich spiele viele Spiele nacheinander, bin fit und skore. Das gibt mir Selbstvertrauen. Die Verletzungen haben mich in der Vergangenheit oft zurückgeworfen. Ohne Rhythmus habe ich mich schwergetan.

Sind Sie im vierten Jahr in Basel ein anderer Spieler?

Mental vor allem. Ich musste lernen, mit Verletzungen umzugehen. Auf dem Feld bin ich der Gleiche, einfach mit ein bisschen mehr Erfahrung. Meine Entwicklung, von Servette über Zürich und Basel, führt jetzt wieder linear nach oben.

Was kommt als Nächstes?

Für die Schweiz zu spielen bleibt ein Ziel. Aber alles zu seiner Zeit.

In der Europa League wartet Getafe. Ihre Eltern sind Spanier. Freuen Sie sich?

Ja. Das wird speziell. Meine halbe Familie kommt zuschauen. Etwa 15 Personen, viele wohnen in der Nähe. Alle wollen mein erstes Spiel in Spanien sehen. Den grösseren Druck macht aber die Ausgangslage. Erster gegen Zweiter. Der Ausgang dieses Spiels kann vorentscheidend sein. Wir wollen da etwas reissen.

Sind Sie als grosser Roger-Federer-Fan heute in der St.-Jakobs-Halle live dabei?

Nein. Meine Familie ist gerade zu Besuch. Aber wir werden das Spiel am Fernseher schauen. Das ist sicher.

Interview: Jakob Weber

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