Basketball
Es gilt weiterhin: Rien ne va plus

Im Direktduell zwischen den Starwings und Nyon, die sich beide Hoffnungen auf Rang 8 machen, passierte den Birsfeldern das, was Woche für Woche geschieht. Lange liegen die «Wings» in Führung, um nach der Pause «überfahren» zu werden und den Match mit 70:74 (40:36) zu verlieren.

Georges Küng
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Ilija Vranic kann die Wings trotz guter Leistung nicht zum Sieg führen.

Ilija Vranic kann die Wings trotz guter Leistung nicht zum Sieg führen.

Edgar Hänggi

Für die Starwings begann alles so beschwingt und locker. Zeitweise führten die Gäste aus dem Unterbaselbiet mit zehn Punkten – und nur gerade der 40-jährige Senegalese Maleyd N'­Doye hielt den Aufsteiger im Spiel. Dass ein «Oldie», der mit dem Wettkampfsport eigentlich längst aufgehört hat, im ersten Viertel sagenhafte 17 Punkte erzielte, wirft viele Fragen auf. Zuletzt kam der «Pensionär» auf 27 Zähler – welche Schmach für seine Riva­len!

Fuchs und Payne mit Frustfouls

Mit jeder Minute spürte man, dass die Partie aufgrund der Kaderbreite entschieden wird. Und da hatten die Waadtländer grosse Vorteile, denn «unbekannte» Schweizer Akteure konnten Akzente setzen, während bei den Birsfeldern einzig Ilija Vranic eine Konstante ist und auf gutem Niveau spielt. Etwas, das man von Routinier und Teamcaptain Joël Fuchs nicht sagen kann. Seit mehreren Partien bleibt er punktelos und scheidet, teils wegen Frustfouls, vorzeitig aus.

Auch Jacori Payne skort nicht mehr so leicht – und dem Topskorer ist der Frust ebenfalls anzusehen. Und weil das Ref-Trio «in dubio pro Nyon» pfiff (teils unverschämt tendenziös), schied Payne nach 35 Minuten aus. Das war das Ende der Partie.

Die restlichen Spieler müssen sich über 40 Minuten quälen (oder reserviert verteidigen, weil das Kader de facto aus sechs Mann besteht). Die Folge ist, dass die Equipe von Cheftrainer Dra­gen Andrijevic in den zweiten 20 Minuten in ihre (we­nigen) Einzelteile zerbricht und widerstandslos von Niederlage zu Niederlage schlittert – ge­gen Rivalen, die wenig, und doch noch mehr Möglichkeiten als das einstige Deutsch­schweizer Aushängeschild haben.

Standortbestimmung ist nötig

Spiel für Spiel wiederholt sich der Ablauf der Partien. Woche für Woche Frust und Ohn­macht, weil der Verein nicht in der Lage ist, die missliche Lage zu verbessern respekti­ve zu korrigieren. Obwohl Rang 8 weiterhin im Bereich des Möglichen liegt, wäre es bes­ser, diese Saison umgehend zu beenden. Und eine Standortbestimmung vorzunehmen, ob die Nationalliga A wirklich jene Spielklasse ist, die zum Status quo der «Wings» passt.