Volleyball
Es hat sich ausgeschreckt – Gelterkinden unterliegt im Cup Züri Unterland

Zwei Oberklassige konnte Gelterkinden aus dem Weg räumen. Züri Unterland war nun eine Nummer zu gross für den Cupschreck aus dem Baselbiet. Trotzdem waren die Gelterkinder mit Trainer Matteo Villani zufrieden mit dem Erreichten.

Hans Peter Schläfli
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Libero Dario Degen nimmt den Service unter den Augen von Trainer Matteo Villani an. Foto. Schläfli

Libero Dario Degen nimmt den Service unter den Augen von Trainer Matteo Villani an. Foto. Schläfli

Nach Servette und Kreuzlingen aus der Nationalliga B wollte Gelterkinden auch gegen Züri Unterland den Ruf als Cupschreck des Schweizer Volleyballs zementieren – allerdings mit etwas bescheideneren Vorsätzen. «Unser Ziel ist es, einen Satz zu gewinnen, was bereits eine Sensation wäre», sagte Präsident Rolf Wirz im Vorfeld des Topspiels dieses Jahres. Die Gelterkinder Hofmatthalle war gut gefüllt und die Zuschauer sorgten für eine würdige Ambiance.

Gelterkinden beginnt ausgezeichnet

Und beinahe wäre die Hoffnung des Präsidenten in Erfüllung gegangen. Gelterkinden begann ausgezeichnet, legte bis zur 8:7-Führung im ersten Satz immer einen Punkt vor und vom Zweiklassenunterschied war zunächst gar nichts zu bemerken. Die Halle kochte und jede erfolgreiche Aktion wurde bejubelt. Aber dann setzte sich die Klasse der Zürcher Unterländer trotzdem immer mehr durch. Vor allem gegen den Block von Adrian Heidrich fanden die Baselbieter nie ein probates Mittel. «Wir haben zwar den Smash lange verzögert, um unsere Chancen zu erhöhen, aber was will man gegen 2 Meter und 7 Zentimeter schon ausrichten», sagte am Ende Trainer Matteo Villani.

Versprechen eingelöst

Ganz in italienischer Trainertradition war der «Mister» in edler Schale zum Topspiel des Jahres erschienen. «Ich hatte das versprochen, wenn wir uns im Cup für den Achtelfinal qualifizieren würden», meinte er mit einem breiten Grinsen.

Im zweiten Satz chancenlos

Im zweiten Satz war das NLA-Team nicht zu halten, es zog sofort entscheidend davon. Als die Zürcher dann aber im dritten Satz ihre zweite Garnitur aufs Feld schickten, da waren die Baselbieter plötzlich die bessere Mannschaft. Das zeigt deutlich auf, dass der Unterschied gar nicht so gross ist. Sofort ging Gelterkinden 3:1 in Führung. Doch als beim 20:15 der angestrebte Satzgewinn schon fast greifbar schien, stellte der kubanische Spielertrainer Herrera nochmals die beiden Riesen Ardian Heidrich und Miroslav Tomasik als Block ans Netz. Sofort drehte der Wind. Gelterkinden konnte zwar noch einen Matchball abwehren, verlor aber dann auch den dritten Satz 23:25.

Stolz auf das Geleistete

«Ich bin stolz auf meine Mannschaft», zog Trainer Villani trotzdem eine positive Bilanz, «alle haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten, und eine tolle Leistung gezeigt.» Nun wolle er unbedingt noch den letzten Match vor Weihnachten gegen Kanti Baden gewinnen. «Wir haben uns wieder in die Spitzengruppe zurückgekämpft. Der zweite Platz ist unser Ziel, der Traum vom Aufstieg in die Nationalliga B ist noch lebendig.»