«Als ich mit den Klubverantwortlichen des FC Basel sprach und einen Vertrag bis zum 30. Juni 2015 unterschrieb, wusste ich, dass ich als Torhüter Nummer 2 zum FCB komme».

Der dies sagt, heisst Germano Vailati, ist 33 Jahre alt und kam bereits als 19-jähriges Talent mit dem damaligen FC Lugano in der Nationalliga A zu seinen ersten Einsätzen in der höchsten Spielklasse. «In meinem Alter und mit meiner Erfahrung ist man nicht mehr nervös, wenn man unverhofft zum Einsatz kommt. Denn beim FCB ist jeder Spieler einsatzbereit. Auch jene, die nicht regelmässig spielen», so Vailati, der auf fünf Jahre als Stammgoalie beim FC Sion hinweisen kann. «Und dort erlebt man bekanntlich allerhand», zwinkerte der Schlussmann, der einst auch zum erweiterten Nationalkader gehört hatte.

Starke Reaktion gezeigt

Auch das 0:1 brachte den Ersatzkeeper nicht ins Grübeln. «Natürlich ist es nicht angenehm, mit der ersten Angriffsaktion des Rivalen in Rückstand zu gelangen. Aber ich glaube, dass ich beim Tor machtlos war. Fulvio Sulmoni, wie ich ein Tessiner übrigens, ist im richtigen Moment hochgestiegen und hat den Ball schön ins weite Eck mittels Kopfball gedrückt», so Vailati.

Für den Routinier war viel wichtiger, dass «wir auf den Gegentreffer eine starke Reaktion gezeigt haben. Der prompte Ausgleich hat uns geholfen, in die Gänge zu kommen. Und in der zweiten Halbzeit waren wir dominant und konnten, trotz der Kälte, die Zuschauer sicher erwärmen. Der FC Basel hat genug Qualität in seinem Kader, um eine Partie zu kehren».

Andrist kam,sah und traf

Ein Mann, welcher in den letzten Monaten in Vergessenheit geraten war, ist Stephan Andrist (24), der in seinem Kurzeinsatz für das finale Skore besorgt war. «Es tut gut, wieder einmal aktiv in einem Meisterschaftsspiel dabei zu sein. Und gleich ein Tor gegen meinen ehemaligen Klub zu schiessen, ist eine erfreuliche Sache», so der Thuner.

Der Blick Richtung Champions League

Wegen den Ausfällen spielte Fabian Frei diesmal im offensiven Mittelfeld. «Es freut mich, dass Kay Voser ein Treffer gelungen ist. Er hat ja schon einige Assists gegeben, jetzt hat er endlich eine Kiste geschossen. Und was für eine», so der Ostschweizer.

Dieser zeigte sich, wie die meisten Zuschauer wohl, vom Anfangsfeuerwerk und der Choreographie der Muttenzer Kurve (aus Anlass des 120-jährigen Klubbestehens) beeindruckt. «Allerdings war ich schon froh, als das Feuerwerk fertig war, denn es war saukalt und ich begann zu frieren», so Fabian Frei, der nun mit Freuden, «und realistischem Optimismus», der Partie gegen Chelsea entgegen blickt.

Und bezüglichder Qualifikationschance für das Achtelfinale in der Champions League hält es Frei wie Trainer Yakin. «Wir wollen nach Gelsenkirchen zu Schalke 04 gehen und dort eine Finalissima austragen», so die Nummer 20.