Nach der klaren 0:3-Heimniederlage gegen das starke und routinierte Team von Trabzon kam der Auftritt der Mannschaft von Headcoach Timo Lippuner in der Osttürkei einer «Mission impossible» gleich: « Meine Spielerinnen konnten vor zwei Wochen im Heimspiel nicht ihr ganzes Potential abrufen. Abgerechnet wird wie immer nach zwei Spielen.» Doch seine Zuversicht erhielt bereits am vergangenen Wochenende einen argen Dämpfer. Diagonalangreiferin Maja Storck (17) verletzte sich bei einer unglücklichen Aktion unter dem Netz, als ihr eine Gegnerin auf den Fuss trat, und der Vereinsarzt auf der Reise an die Schwarzmeerküste einen Bänderanriss diagnostizierte.

Das Selbstvertrauen reichte nicht aus

Und wie schon im Hinspiel starteten die jungen Schweizerinnen sehr verhalten und mit Respekt vor dem scheinbar übermächtigen Gegner aus der stärksten Liga Europas in die Partie und lagen mit 7:10 in Rücklage. Doch plötzlich wussten sich Kerley Becker und Barbara Duarte am Block enorm zu steigern und diese damit gewonnenen Punkte beflügelten jetzt auch Aussenangreiferin Laura Künzler und Anu Ennok, sodass aus dem Rückstand ein 18:12- Vorsprung wurde. Doch genau in diesem Moment holten die hochfavorisierten Türkinnen ihre ganze internationale Routine aus dem Köcher und kamen nicht nur wieder heran, sondern holten sich diesen Startsatz in der Verlängerung vor allem dank der grossartig aufspielenden Serbin Sanja Malagurski denkbar knapp mit 27:25.

Timo Lippuner war zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft.

Timo Lippuner war zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft.

Auch im zweiten Satz stand der Block der Baselbieterinnen gut, doch haperte es zu oft an der Feldverteidigung und dies obwohl die an Stelle von Stammlibera Thays Deprati nominierte Lisa Leu eine gute Partie zeigte. Und auch in diesem Durchgang war es Alleinunterhalterin Malagurski, welche die meisten Punkte für die Türkinnen machte und damit das Europa-Cup-Aus von Sm’Aesch Pfeffingen bereits nach dem zweiten Satz besiegelte. Der letzte zu spielende Satz stand dann unter dem Motto –spielen und spielen lassen- und ging mit 25:23 erneut an das Heimteam.

Zufriedene Gesichter bei Sm'Aesch Pfeffingen

Trotz dieser Niederlage durften die Sm’Aesch- Spielerinnen die schon etwas in die Jahre gekommene Halle, mit Parkettboden (!), erhobenen Hauptes verlassen. Trainer Lippuner war nach dem Ende der Sm’Aesch Pfeffingen-Europa-Cup-Kampagne ebenfalls zufrieden und sagte augenzwinkernd: « Wer hätte im letzten November im ersten Spiel im spanischen Logrono gedacht, dass wir im Februar 2016 europäisch noch mit dabei sind». Diese Aussage war dann auch zugleich ein grosses Lob an die Leistungen seines Teams.