Judo

Evelyne Tschopp mit Rang 5 auf Kurs für Rio

Evelyne Tschopp (links) darf weiterhin auf eine Qualifikation für die olympischen Spiele 2016 in Rio hoffen.

Evelyne Tschopp (links) darf weiterhin auf eine Qualifikation für die olympischen Spiele 2016 in Rio hoffen.

Evelyne Tschopp sorgte am Starttag der Judo-EM in Kasan mit Rang 5 für das Schweizer Top-Resultat. Die 24-jährige Baselbieterin wahrte damit ihre Chancen auf eine Olympia-Qualifikation.

Tschopp wurde erst im Kampf um EM-Bronze von der entthronten rumänischen Titelverteidigerin und Weltranglisten-Ersten Andreea Chitu (27) nach 101 Sekunden mit Ippon gestoppt. Gegen die dreifache WM-Medaillengewinnerin hatte Tschopp das zuvor einzige Duell am Grand Slam 2015 in Paris noch zu ihren Gunsten entschieden.

Mit 4:1 Siegen war Tschopp in Kasan in den Kampf um eine der beiden Bronzemedaillen vorgestossen. Im Hoffnungsrunden-Final setzte sich Tschopp mit einer starken Leistung gegen Roni Schwartz mit Yuko durch. Gegen die Israelin, die bei Grand Slams schon dreimal einen dritten Rang erreicht hatte, glich Tschopp in den Direktduellen zum 2:2 aus.

Das bis anhin international wertvollste Resultat von Tschopp war Rang 2 am letztjährigen Grand Slam von Paris. Grand Slams werden ausserhalb von grossen internationalen Titelkämpfen am höchsten eingestuft. Zudem hatte die Medizin-Studentin im Vorjahr noch als Universiade-Dritte geglänzt. Dafür war Tschopp mit dem Swiss Student Award des Schweizer Hochschulsport-Verbandes ausgezeichnet worden.

Chammartin früh gescheitert

Die Top 22 der Männer und die Top 14 der Frauen pro Limit sind in Rio startberechtigt. Von ihnen indes im Gegensatz zu EM und WM nur ein Athlet pro Nation. Letzter Schweizer Olympia-Medaillengewinner war Sergei Aschwanden, der 2008 in Peking Bronze im Limit bis 90 kg gewann.

Vor den EM in Kasan befanden sich Ludovic Chammartin (60 kg) und der am Samstag im Einsatz stehende Ciril Grossklaus (90 kg) auf Kurs für Rio, Evelyne Tschopp in ihrem Limit knapp ausserhalb. Chammartin scheiterte nun allerdings bereits im ersten Kampf an Yanislav Gerchev, dem EM-Fünften von 2013.

Chammartin hatte seine dritte EM-Medaille nach Silber 2013 und Bronze im Vorjahr angestrebt. Der Freiburger hatte im Vorfeld der diesjährigen EM krankheitsbedingt eine zweiwöchige Trainingspause einlegen müssen und trat deshalb in Kasan noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte an. Ohne Klassierung blieb auch die Waadtländerin Emilie Amaron (57 kg), die im zweiten Kampf gestoppt wurde.

Am Freitag steht als nächste Schweizer EM-Teilnehmerin die 33-jährige Genferin Juliane Robra auf dem Tatami. Die EM-Dritte von 2010 und 2012 sowie Olympia-Teilnehmerin von London im Limit bis 70 kg benötigt eine Spitzenklassierung, um noch im Rennen für einen Olympia-Startplatz zu verbleiben. Ausstehend nach den EM sind noch der Grand Slam in Baku sowie der Grand Prix in Astana.

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