Die Spieler der 5.-Liga-Mannschaft des SV Muttenz staunen nicht schlecht, als der Gegner am Donnerstagabend mit einer Bitte auf sie zu kommt, gerne einen Spieler einsetzen zu dürfen, der beim Verband nicht als Spieler des FC Aesch gemeldet ist.

Denn bei der neuen Aescher Nummer 8 handelt es sich um keinen Geringeren als Matías Delgado. Den ehemaligen FCB-Captain, diesen Fantasista, diesen begnadeten Fussballer, der seit seinem plötzlichen Rücktritt am 30. Juli so viele Sehnsüchte in Basel unerfüllt lässt.

Nur ein Spiel 

Seit seinem letzten Einsatz gegen YB am 22. Juli hat Delgado kein Spiel mehr bestritten. Lange hatte er keine Lust mehr auf Fussball, war froh, keinen Ball mehr am Fuss haben zu müssen.

Mittlerweile spielt er wieder gerne, wie er erzählt. Mit Freunden, nur zum Spass. Genau so ist auch sein Mini-Comeback zustande gekommen. Ein Freund habe ihn eingeladen, bei diesem Test-Kick mitzumachen. Aber nur in diesem einen Spiel, wie Delgado betont.

Er werde in Zukunft nicht für Aesch spielen. Auch wenn er in der Nähe des Platzes wohnt und seine ältere Tochter bereits bei Aesch spielt. Es ist eine Einmalige Sache. Eine kleine Erinnerung daran, was dem FCB ohne ihn fehlt.

Niederlage trotz zweier Assists

Das ganze Repertoire packt er in diesem Spiel aus: Gefühlvoll geschnibbelte Freistösse, Pässe in die Tiefe, überragende Technik und Dribblings, bei denen vier Gegner stehen gelassen werden. Durch seine Klasse kann Delgado zwei der drei Aescher Tore vorbereiten.

Die Niederlage kann er aber nicht verhindern. Muttenz gewinnt mit 8:3. Dennoch gönnt er sich einen kleinen Drink zum Abschluss des Abends. Das sind die Vorzüge, wenn man nicht mehr Profi ist.