Motorsport
Exploit von Dragster-Fahrer Noah Stutz: Zweiter Platz in Hockenheim

Nachdem der 19-jährige Hersberger Noah Stutz in den vergangenen zwei EM-Rennen in England und Finnland oft mit technischen Problemen gekämpft hatte, gelang ihm in Hockenheim bei den Nitrolympx eine Meisterleistung.

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Noah Stutz lässt sogar seinen Mentor Urs Erbacher hinter sich.

Noah Stutz lässt sogar seinen Mentor Urs Erbacher hinter sich.

Zur Verfuegung gestellt (ZVG)

Bei sonnigen 30 Grad und vor 70'000 Zuschauer liess der jüngste Top-Fuel Dragster Fahrer der Welt, Noah Stutz vom Team Erbacher, an diesem Wochenende sein enormes Potenzial aufblitzen.

Erstmals in einem Final

Die Dragster-Strecke in Hockenheim wies nicht den gewünschten Grip auf, was die Einstellung der 8000 PS starken Top Fuel Dragster für alle sehr schwierig gestaltete. Bereits in den Vorläufen zeigte der Hersberger, dass er mit der Strecke ziemlich gut zu recht kam. Der Baselbieter qualifizierte sich mit der viertschnellsten Zeit und hatte somit seinen Teamchef, Teamkollegen und Mentor, den sechsfachen Europameister, Urs Erbacher erstmals in der Qualifikation geschlagen. Gleich im ersten Lauf der „Eliminations“ trafen die beiden Schweizer direkt aufeinander. Es war eine enge Angelegenheit, am Ende hatte jedoch Noah Stutz die Nase knapp vorne und warf somit Urs Erbacher aus dem Rennen. Im Halbfinal traf Noah Stutz auf den aktuellen Europameister Thomas Nataas aus Norwegen. Der Schweizer liess sich von dem grossen Namen nicht beeindrucken und schlug auch den Mann aus dem Norden. Somit stand Noah Stutz in seiner noch jungen Karriere erstmals im Finale eines FIA Top-Fuel Europameisterschaftslaufes.

Den sicheren Sieg vergeben

Im Finale konnte sich dann Noah Stutz mit einer sehr guten Reaktionszeit und einem guten Start bis zirka zur Hälfte der 1000-Meilenmarke (ca. 300m) von seinem schwedischen Finalgegner Mikael Kägered leicht absetzen. Leider brach dann ein Antriebsriemen und Noah Stutz verlor dabei den sicheren Sieg.

"Das ist schon perfekt"

Noah Stutz: „ Dieses Wochenende ist genau so verlaufen wie wir uns das bei meinem letzten Event in Europa vorgestellt haben. Einen Platz besser qualifiziert als mein Teamkollege und Teamchef Urs Erbacher und zum ersten Mal in einem Finale, das ist schon perfekt gewesen. Dass ich schlussendlich noch den zweiten Platz herausgefahren habe und dies noch bei meinem Heimrennen, ist wunderbar. Am Anfang hatten wir ein bisschen Schwierigkeiten mit dem Setup aber zusammen mit meinem Crewchief Robin Grice sowie dem gesamten Team haben wir alles perfekt hin bekommen. Als Urs Erbacher gegen mich ausgeschieden war, hat auch seine Crew bei meinem Auto handangelegt und geholfen, wo es nur ging. Ich bin einfach nur glücklich, dass ich meine europäische Dragster Karriere mit so einem guten Resultat beenden konnte.“

Im September in die USA

Der 19-jährige Schweizer Noah Stutz wird im September in die USA gehen um dort seine TOP-Fuel Lizenz für Amerika zu machen. Das Ziel wird sein noch in diesem Herbst ein oder zwei Rennen zusammen mit den ganz grossen Namen des Dragster-Sports zu fahren.