5:1 gegen den kommenden Meister. Wie wichtig war dieses Zeichen in Richtung Bern?

Fabian Frei: Es ging nicht darum, ein Zeichen zu setzen. Der Sieg war für unser Selbstvertrauen wichtig. Die Serie von elf ungeschlagenen Spielen, die Art und Weise, wie wir momentan spielen. Das ist schön und macht Spass. Wenn das 5:1 den Nebeneffekt mit sich bringt, dass YB in der kommenden Saison mehr Respekt hat, nehmen wir das gerne mit.

Also ist diese Machtdemonstration nicht als Kampfansage zu werten?

Vor dem Spiel war schon eine gewisse Extra-Motivation da. Wir wollten denen zeigen, dass wir auch noch da sind. Ich glaube nicht, dass YB hierherkam, um so hoch zu verlieren. Die wollten auch gut spielen.

Doch dann ging der FCB durch Elyounoussi nach zwei Minuten in Führung

Das frühe Tor hat uns natürlich in die Karten gespielt. Am Ende hätten wir sogar noch höher gewinnen können. Das stimmt uns zuversichtlich.

Besonders, weil der Gegner mit YB der souveräne Schweizer Meister war?

Jeder hat gesehen: Wir können sie schlagen. Klar, YB ist verdient Meister. Damit haben wir uns langsam abgefunden. Das erste Fest konnten sie schon feiern, ein zweites (Cup-Titel, d. Red.) kann folgen. Das mag ich ihnen sehr gönnen. Wir denken aber schon an die nächste Saison.

Die beginnt früher als zuletzt. Mit der Qualifikation für die Champions League.

Ja. Deswegen ist es gut, dass wir jetzt schon in Form sind.

Funktioniert der FC Basel nur, wenn er nichts mehr zu verlieren hat?

Dass wir jetzt befreiter aufspielen, ist doch absolut menschlich. Diese Lockerheit sollte eigentlich auch da sein, wenn es wieder wirklich um etwas geht.

Was muss im Sommer in Basel passieren, damit der FCB 2019 wieder vor YB und auf Platz 1 steht?

Gut. Dieses 5:1 macht nicht die ganze Saison vergessen. Es ist nicht wieder alles gut, was vorher nicht gut war. In Basel gibt es genug Leute, die sich Gedanken machen, was besser werden muss. Sie werden die richtigen Schlüsse ziehen. Die Mannschaft wird das genauso machen.

Sie sind jetzt als Innenverteidiger gesetzt. Haben Sie sich mit der neuen Rolle abgefunden?

Das ist absolut o. k. für mich. Momentan funktioniert es ganz gut. Mittlerweile ist mir egal, ob ich im Mittelfeld oder in der Innenverteidigung spiele. Eder Balanta ist ja schon eine Weile wieder fit. Dass ich immer noch spiele, zeigt, dass ich es wohl nicht so schlecht gemacht habe.

Also sind Sie auch in der kommenden Saison in der Innenverteidigung?

Wenn man dort mit mir plant und mir das klar kommuniziert, ist das gut für mich. Hauptsache ich bin am Ende nicht Innenverteidiger Nummer 3 und zentraler Mittelfeldspieler Nummer 3.