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Fabian Schärs gute Laune – steckt ein Bundesliga-Angebot dahinter?

Fabian Schär wirkte in den vergangenen Monaten nachdenklich.

Fabian Schär wirkte in den vergangenen Monaten nachdenklich.

Was ist denn mit dem los? Monatelang schlich Fabian Schär mit hängenden Schultern über den Platz, verwarf die Hände, motzte beim Schiri und gab Journalisten nur widerwillig Auskunft.

Seitdem Trainer Paulo Sousa den Innenverteidiger im Spiel gegen GC im September 2014 bereits nach 36 Minuten auswechselte, war Schärs Laune mehrheitlich im Keller. Auch nach grossen Erfolgen wie dem 1:1 in Liverpool hielt sich Schär beim Jubeln dezent zurück.

Die öffentliche Demontage durch Sousa war aber gemäss Insidern nicht der einzige Grund für Schärs miese Laune: Der Wiler wünscht sich nichts sehnlicher wünschte als ein Vertragsangebot aus einer Top-Liga und sagte sogar Vertragsverhandlungen mit dem FCB ab – doch mehr als loses Interesse aus Italien, Deutschland und England war da nicht.

Schär nicht mehr wiederzuerkennen

Dann Schärs Auftritt am Sonntag im Letzigrund: Nach dem Last-Minute-Tor von Marek Suchy gegen den FCZ hüpft Schär wie ein kleines Kind über den Letzi-Rasen, umarmt jeden, der seinen Weg kreuzt, singt, johlt und stellt sich mit breitem Grinsen vor die Mikrofone. „Wir sind einfach eine geile Truppe“, frohlockt der 23-Jährige. Und gefragt, ob er enttäuscht sei, dass die Meisterparty verschoben sei, sagt er: „Ich gehe davon aus, auch so werden wir auf der Heimfahrt ein, zwei Bierchen trinken. Und nüchtern werden wir auch dann nicht auf dem Balkon sein, wenn wir in Basel Meister werden und der Weg zum Barfi kurz ist.“ 

Woher die gute Laune? Klar – ein Spiel so zu gewinnen wie der FCB beim Erzrivalen und gleichzeitig gefühlt den Meistertitel perfekt zu machen, das würde sogar einem stocksteifen Finnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Schär und Hoffenheim?

Doch könnte noch mehr hinter Schärs Gute-Laune-Trip stecken: Mehrere deutsche Medien sowie der „Blick“ berichten, Schär stehe kurz vor einem Transfer in die Bundesliga. Zwar baggern nicht Bayern, Dortmund oder Schalke am Nationalspieler, aber mit der TSG Hoffenheim immerhin ein ambitionierter Mittelfeldklub. Die Verhandlungen zwischen Schär und Hoffenheim seien weit fortgeschritten, schreibt die „Bild“.

Im Kraichgau hoffen sie, dass Schär die zuletzt anfällige Abwehr dichtmacht. Und die „Bild“ liefert gleich noch einen Vorschlag nach, wie Hoffenheim die kolportierte Ablöse von 8 Millionen Euro drücken könnte: Indem Hoffenheim den Ex-Basler David Abraham zurück zum FCB schickt.

Schär und Hoffenheim – nur ein weiteres Gerücht? Oder steckt dieses Mal mehr dahinter?

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