Fussball 2. Liga
Farbenfrohe Partie in Aesch - gelb und rot waren dominierende Farben

Die Platzherren verlieren in der 2. Liga gegen Timau mit 1:3. Nicht nur die Bäume beim Löhrenacker präsentierten sich in allen Farbtönen an diesem Tag, sondern auch das Spiel wurde bestimmt von Gelb und Rot.

Michel Biedert
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Zweikampf

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bz Basellandschaftliche Zeitung

Zu Beginn sahen die Zuschauer eine hart, aber fair geführte Partie, die attraktive Spielzüge zu bieten hatte. Timau kam nach einem schönen Angriff über die rechte Seite zu einer guten Chance, als Koray Kaymaz sich in der 21. Minute kurz vor dem Strafraum theatralisch fallen liess und den gesuchten Freistoss erhielt, obwohl er vor dem Fall noch drei Schritte weiter gelaufen war.

Zu ersten Diskussionen führte in der 36. Minute die gelb-rote Karte gegen Arben Arifi nach einem taktischen Foul auf Höhe der Mittellinie, nachdem der Unparteiische zuvor ein klares Handspiel im Strafraum der Basler nicht mit einem Penalty taxierte. Die Ungenauigkeit im Abschluss bei beiden Teams war dann dafür verantwortlich, dass bis zur Pause keine Tore fielen.

Das Spiel verlief auch in der zweiten Halbzeit fair. Die AS Timau kam ein wenig besser aus der Kabine und erzielte in der 52. Minute durch Kaymaz das 0:1. Bei diesem schnellen Konter sah die Innenverteidigung der Birstaler nicht gerade glücklich aus. Nach dem Tor fingen sich die Aescher und kamen zu einigen guten Szenen. Mit einem Doppelschlag kamen die Basler durch Viscusi und Giaracuni, unterstützt durch fatale Fehlentscheidungen des Schiedsrichters, zu einer komfortablen 0:3-Führung.

Der eingewechselte Marco Ledermann sorgte noch einmal für frischen Wind. Sein erster Abschlussversuch prallte an die Latte, bevor er in der 83. Minute per Penalty zum Endresultat traf. Der Aescher Sportchef Heinz Schweighauser meinte nach dem Spiel: «So etwas muss ich mir nicht bieten lassen! Da wurde mit zwei verschiedenen Ellen gemessen! So kann und will ich nicht mehr weitermachen!» und stellte seinen Posten per sofort zur Verfügung. «Es ist schwer, die Spieler weiter zu motivieren, wenn sie mit so vielen Fehlentscheidungen bestraft werden», war die ernüchternde Bilanz des Aescher Trainers Roland Boder.