Super League

FC Basel: Drei Erkenntnisse aus dem enttäuschenden 1:1 in Lausanne

Riveros

Riveros

Der FCB kommt einfach nicht auf Touren. In Lausanne erzielt er zwar erstmals seit dem 10. Februar wieder ein Tor in der Meisterschaft, spielt aber trotzdem nur 1:1. Was uns diese Partie gezeigt hat, lesen Sie hier.

Die Kulisse in Lausanne war mit knapp über 3000 Zuschauern in der abbruchreifen Pontaise ähnlich trist wie die Leistung des FC Basel. Die Krise der Basler ist noch längst nicht überstanden, das hat dieses 1:1 in aller Deutlichkeit gezeigt. Aber was noch?

Blas Riveros ist ein Sicherheitsrisiko

Hürden überspringen kann Blas Riveros. Allerdings war er selbst zuletzt nicht gerade eine grosse Hürde für die gegnerischen Angreifer.

Hürden überspringen kann Blas Riveros. Allerdings war er selbst zuletzt nicht gerade eine grosse Hürde für die gegnerischen Angreifer.

Was wurde Urs Fischer dafür kritisiert, dass er nicht den jungen Paraguayer Blas Riveros bringt, sondern den altgedienten Ivorer Adama Traoré. Traoré war kein grosser Fussballer, mit Sicherheit nicht. Aber er war wenigstens kein Sicherheitsrisiko. Und genau das war Riveros in den letzten Spielen. Bei allen Gegentoren, die der FCB zuletzt in der Meisterschaft und in der Königsklasse kassierte, machte er keine gute Figur. Gegen Luzern und Lausanne lässt er den Torschützen gewähren, gegen Manchester City wird er von Assist-Geber Bernardo Silva getunnelt, ehe Gabriel Jesus zum 1:0 einschiebt. Man muss dem Paraguayer zugute halten, dass er nach vorne viel Zug hat. Nach hinten aber hat er - das ist unübersehbar - taktische Defizite. 

Ein Lang-Tor genügt nicht, um aus der Krise zu kommen

Michael Lang schoss den FCB in Manchester zum Sieg gegen City und in Lausanne in Führung. Trotzdem steckt sein Klub im Krisen-Sumpf.

Michael Lang schoss den FCB in Manchester zum Sieg gegen City und in Lausanne in Führung. Trotzdem steckt sein Klub im Krisen-Sumpf.

Als Michael Lang zu Beginn der Saison nicht auf Touren kam, rutschte der FCB erstmals in die Krise. Dann kam das Spiel gegen Benfica, dieser historische 5:0-Sieg und das erste Tor von Lang. Es war der Anfang einer Hochphase der Basler, die bis zur Winterpause hielt. Seither ist der Serienmeister wie von der Rolle und wiederum schien es, als würde das alles irgendwie mit der Formkurve von Michael Lang zusammenhängen. Doch Lang versenkte City in Manchester und traf auch am Mittwochabend auf der Pontaise. Die Krise ist damit aber mitnichten überstanden. Vermutlich stand der FCB noch nie so tief im Sumpf wie gerade jetzt. Das Lang-Gesetz also gibt es nicht wirklich. 

Trotz internationalen Erfolgen: Wicky muss aufpassen

Raphael Wicky ist bedient. Sein FC Basel leistet sich gegen Lausanne den nächsten Ausrutscher. Allzu lange darf er so nicht weitermachen.

Raphael Wicky ist bedient. Sein FC Basel leistet sich gegen Lausanne den nächsten Ausrutscher. Allzu lange darf er so nicht weitermachen.

Fünf Spiele hat der FCB in der Super League 2018 absolviert und bloss deren vier Punkte geholt. Und trotzdem ist der Trainer bisher nicht wirklich ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Das liegt auch daran, dass er den FCB in der Champions League in ungeahnte Höhen coachte. Nach dem neuerlichen Ausrutscher in Lausanne wird Sportchef Marco Streller gefragt, wie fest der Trainer noch im Sattel sitzt und sagt: «Es ist unser aller Ziel, mit Raphi (Wicky; d. Red.) in die nächste Saison zu gehen.» Zugleich erwähnt er dann die Mechanismen des Geschäfts, sagt, dass gegen Sion unbedingt ein Sieg her müsse. Wicky ist zwar dankbar für den moralischen Support. Aber auch er weiss: Wenn er weiter verliert, dann wird er eher früher als später zum Thema. Ist Platz 3 ernsthaft in Gefahr, muss Streller irgendwann reagieren. Und die einzige Möglichkeit, die ihm jetzt noch bleibt, ist, einen neuen Trainer zu installieren. 

Meistgesehen

Artboard 1