Der Name Jozef Pukaj fällt nicht oft im Zusammenhang mit den Erfolgen des Basler Nachwuchses. Doch im letzten Spiel der UYL-Gruppenphase war es der grossgewachsene Goalie, der seinem Team das 0:0 rettete und dafür sorgte, dass der Aussenseiter aus der Schweiz die Gruppe A als Erster abschliessen konnte.

Die in weissblau angetretenen Rotblauen zeigten in der portugiesischen Hauptstadt den schwächsten Auftritt einer ansonsten starken europäischen Kampagne. Die Lusitaner, die unbedingt gewinnen mussten, um noch Chancen auf Rang 2 zu haben, dominierten die Begegnung von Beginn an, auch wenn sie lange Zeit nicht zu zwingenden Chancen kamen. Die hatten auch die Gäste nicht, die gefährlichste Aktion war ein Kopfball von Captain Yves Kaiser, der in der 41. Minute knapp am Tor vorbeiflog.

Der Druck wurde erhöht

Benfica, das in der ersten Halbzeit durch Ricardo Araujo die Latte getroffen hatte (29.), erhöhte nach dem Seitenwechsel den Druck und die Basler wehrten sich nach Kräften. Die Grosschancen der Heimelf kamen aber erst in der Schlussphase zustande. Doch gegen die Abschlüsse von  José Gomes (81.), Mesaque Dju (82.), Pedro Álvaro (90.) und Umaro Embaló (93.) war Pukaj mit teilweise sensationellen Interventionen zur Stelle.

In der vierten Nachspielminute war allerdings selbst der starke Goalie machtlos: João Felix' Schuss sprang via Lattenunterkante – je nach Blickwinkel des Betrachters – auf oder hinter die Torlinie. Das Gespann um Serie-A-Schiedsrichter Marco Guida entschied sich, das «Wembley Tor» nicht zu geben – sehr zum Ärger des Heimteams.

Die aufopferungsvoll kämpfenden Basler hingegen, die mehrfach das Glück des Tüchtigen beansprucht hatten, konnten kurz darauf den Punktgewinn bejubeln. Der Gruppensieg beschert der Equipe von Trainer Arjan Peço Ende Februar ein Heimspiel. Als Gruppenzweiter hätte man Anfang Februar auswärts ein Playoff-Spiel bestreiten müssen.