Marco Streller und Schmerzen im Rücken: Bei dieser Kombination schrillen bei den FCB-Fans die Alarmglocken. In der Vorrunde fiel der Captain zwei Monate wegen eines Bandscheibenvorfalls aus und wurde schmerzlich vermisst. «Ich konnte mich kaum mehr bewegen», erinnert er sich.

Am Freitag musste Streller für das Abschlusstraining vor dem Spiel in Luzern passen – wegen Schmerzen im Rücken. Doch die Entwarnung folgte sogleich: Die Muskulatur oberhalb der Hüfte sei lediglich verspannt, gemäss FCB bestehe kein Zusammenhang mit der Verletzung im Herbst.

Dennoch steht in den Sternen, ob Streller in der Innerschweiz auflaufen kann: Man will nicht riskieren, dass ein Einsatz eine schwerere Verletzung auslöst. Schliesslich soll «Pipi» die letzten Wochen seiner Karriere nicht beim Physiotherapeuten, sondern auf dem Platz verbringen. Zudem steht mit Breel Embolo ein Ersatz bereit, der Spielpraxis dringend nötig hat.

Neben dem von Streller ist auch der Einsatz von Linksverteidiger Behrang Safari fraglich – der Schwede stieg nach seinen Gelenkbeschwerden erst am Freitag wieder ins Teamtraining ein. Definitiv fehlen werden Ivan Ivanov (Reha nach Kreuzbandriss) und Yoichiro Kakitani (Grippe).

In Luzern kann der FC Basel erneut einen grossen Schritt in Richtung vorzeitiger Meistertitel tun: Ein Sieg würde bedeuteten, dass Rot-Blau mit zehn Punkten Vorsprung auf die Konkurrenz übernachtet. Am Sonntag kommt es dann im Berner Stade de Suisse zum Spitzenspiel Zweiter (YB) gegen Dritter(FCZ).

«Wir schauen nur auf uns, wollen einfach jede Partie gewinnen», sagt Paulo Sousa. Dies werde schwer genug, denn der FCL sei die Mannschaft, die in der Winterpause die grössten Fortschritte gemacht habe. «Sie sind besser organisiert, ihr Spiel ist intensiver und sie sind viel selbstsicherer.»