FC Basel

FCB-Fans melden sich zu Wort: «Es ist zurzeit nicht alles schlecht beim FC Basel – aber Vieles»

Diego Persenico, einer der grössten FCB-Fan östlich der Birs und ehemaliger Hundehotel-Direktor: "Jetzt könnte nur noch Frau Oeri helfen."

Diego Persenico, einer der grössten FCB-Fan östlich der Birs und ehemaliger Hundehotel-Direktor: "Jetzt könnte nur noch Frau Oeri helfen."

Die Fans vom FCB erklären, was sie von der aktuellen Situation beim FCB halten und was sie in Zukunft von ihrem Verein erwarten.

Diego Persenico, 70, Birsfelden, A Parkett

"Wenn ich an den FCB denke, dann kommt mir nur in den Sinn, dass wir nicht um den Meistertitel spielen können. Ich erhoffe mir wenigstens noch den Cupsieg in dieser Saison aus sportlicher Sicht.

Die Arbeit von Bernhard Burgener und seiner Führung kann ich als 70-Jähriger gleich wie die Muttenzerkurve bewerten. Trotz allem stehe ich noch zum FCB und werde auch weiterhin Passivmitglied bleiben.

Es regt mich aber auf, dass wir vom Vorstand nicht ernst genommen werden. Auch ist es sehr traurig, dass wir aktuell nicht alle ins Stadion können. Bis jetzt habe ich die Spiele im TV verfolgt. Aber jetzt vielleicht nicht mehr, wenn es nur noch um die goldene Ananas geht. Die letzten Jahre beim FCB sind wie es in der Bibel steht: Nach den sieben fetten Jahren folgen die sieben mageren Jahre.

In dieser Situation könnte nur noch Frau Oeri helfen. Der FCB und seine Führung soll sich in Zukunft auf einen anständigen Abgang konzentrieren."

Mitchell Goldberg, 25, Biel-Benken, C4

"Es ist zurzeit nicht alles schlecht beim FC Basel – aber Vieles. Generell finde ich die sportliche Idee der Vereinsführung toll: Man möchte vermehrt auf junge Spieler aus dem eigenen Nachwuchs setzen. Als Ausbildungsklub in einer zweitrangigen Liga macht das Sinn. Aber das bedeutet ja nicht, dass man gleich alle seine Leistungsträger verkaufen muss – vor allem dann nicht, wenn kein junger, starker Spieler auf der jeweiligen Position bereit für den Sprung in die erste Mannschaft ist. Die Qualität des Kaders – und somit die sportliche Leistung ¬– leidet enorm unter der sehr schwachen Transferpolitik der Klubführung.

Da darf man sich auch nicht wundern, dass die Frustration bei den meisten Fans gross ist. Als die Mannschaft dann plötzlich nicht mehr das Nonplusultra des Schweizer Fussballs war, waren andere Investitionen nur sehr schwierig nachvollziehbar. Ich bin mir sicher, dass diese ihre Berechtigung haben; aber das muss in Zukunft unbedingt besser nach aussen kommuniziert werden. Genauso hätte ich es mir gewünscht, dass der FCB mehr für seine Jahreskartenbesitzer tut. Das aktuelle Angebot ist in meinen Augen eine reine Verkaufsstrategie, aber keine Vergütung für die anstehenden Geisterspiele. Ich hätte es sehr begrüsst, hätte man den Fans zumindest angeboten, die aktuelle Jahreskarte zurückzugeben. Ich denke, die Allerwenigsten hätten davon Gebrauch gemacht."

Fabian Herzog, 37, Auckland/ Neuseeland, D1 Balkon

"Sait dr Babbe zu sim Sohn/zu sinere Tochter...

In Zeiten wie diesen, in denen es scheint, als ob beim FC Basel die Hand nicht weiss, was der Fuss macht und umgekehrt wäre es wichtig, dass sich jeder dem der FC Basel am Herzen liegt, sei es als Fan, Spieler oder Staff, auf das ursprünglichste besinnt, was den FCB und seine Faszination ausmacht.

Für mich persönlich fasst dies das Lied “Sait dr Babbe zu sim Sohn“ schön zusammen, weshalb ich dieses in dieser schwierigen Zeit in den letzten Wochen oft als Gutenachtlied für meine beiden Kinder singe:
“Sait dr Babbe zu sim Sohn/zu sinere Tochter“.
Unterstützt jeder in seinem Umfeld den FCB auf seine Weise mit positiver Energie so entfachen wir diese Faszination wieder neu und schaffen so gemeinsam die Basis für zukünftige Erfolge!
Denn schliesslich ist es im Leben wie im Lied: “FCB mir liebe di!“
Auf gehts!"

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