Die meisten Aktionen waren nur Stückwerk. Bestes Beispiel war ein Schnitzer der gröberen Sorte. Torhüterin Oehrli setzte im eigenen Strafraum zum Dribbling an und verlor den Ball an Yverdons Angreiferin Audrey Wuchiet – welche keine Mühe hatte, den Ball ins leere Tor zu schieben. Dieser Schock nach gut 20 Minuten schien dem Team von Trainerin Susanne Gubler gut zu tun. Die Gastgeberinnen fanden über gewonnene Zweikämpfe immer besser ins Spiel und rissen das Spieldiktat an sich. «Was lange währt, wird endlich gut», sagte Gubler unmittelbar nach Spielschluss. In der Tat steigerte sich das Heimteam von Minute zu Minute und gönnte den Waadtländerinnen keine Verschnaufpause mehr.

Doppelpack von De Além da Eira

Die beiden Tore von Stefanie De Além da Eira nach einer halben Stunde und unmittelbar nach dem Pausentee waren nur zwei von mehreren exzellenten Möglichkeiten, welche genutzt werden konnten.

Das gefiel dann auch Trainerin Gubler, dennoch mahnte sie zur Vorsicht: «Nach dem Ausgleich waren wir spielerisch deutlich überlegen. Ausserdem kam Yverdon zu keiner nennenswerten Chance mehr. Dennoch müssen wir uns noch klar steigern, denn die Teams sind gegen uns immer sehr gut eingestellt.» Als Star-Angreiferin Jehona Mehmeti in der 70. Minute nach einem Traumpass da Eiras die gegnerische Torhüterin umkurvte und das 3:1 markierte, war das Spiel endgültig entschieden.

In der nächsten Woche folgt zwar ein eher einfach einzuschätzendes Auswärtsspiel in St.Gallen – danach müssen die Baslerinnen aber in den beiden Topspielen in Kriens und zu Hause gegen Tabellenführer Zürich ran. «Wir müssen den Abstand zur Spitze verringern oder auf keinen Fall grösser werden lassen. Deshalb stehen wir in den letzten drei Spielen vor der Winterpause gehörig unter Druck – sind aber gut vorbereitet und freuen uns auf die Spiele», gibt sich Gubler selbstbewusst.

Ziel ist der Meistertitel

Der Rückstand auf Kriens und Zürich beträgt vier respektive sechs Punkte. Nach der Winterpause stehen noch vier Spiele bis Ende der Vorrunde an, dann folgt die Finalrunde, wo die Punkte der ersten acht Teams geteilt werden. Genug Chancen für die Basler Frauen nochmals ganz oben anzugreifen. Trainerin Susanne Gubler sieht das gleich: «Unser Ziel kann nur der Meistertitel sein.»