FRAUENFUSSBALL NLA

FCB-Frauen siegen zum Rückrundenauftakt gegen die Grasshoppers

Im ersten Spiel nach der Winterpause holten sich die Frauen des FC Basel gegen die Grasshoppers einen aufgrund der guten ersten halben Stunde verdienten 3:1 (2:1) Erfolg. Dank der ersten Saisonniederlage von Leader FC Zürich bei den Young Boys hat Basel jetzt nur noch drei Punkte Rückstand.

«Sieg ist Sieg und wegen der Niederlage von Zürich nun umso wertvoller!» FCB Trainerin Sissy Raith war am Ende froh, dass die drei wichtigen Punkte gesichert waren. Es war eine Vorstellung der Baslerinnen, welche den Puls von Raith doch einige Male nach oben schnellen liess. In der ersten halben Stunde schien das Heimteam auf dem Kunstrasen einem lockeren und überzeugenden Sieg zuzusteuern.

Einsatzfreudig und zielstrebig suchte man den Abschluss und mit viel Laufbereitschaft wurden die Gäste an einem kontrollierten Spielaufbau gehindert. «Ja, wir starteten wirklich furios und überraschten uns damit wohl auch selbst etwas.» Was Raith ansprach war, dass Basel zu Beginn schon hätte alles klarmachen können. In der 5. Minute brachte Fabienne Bangerter Basel in Führung.

Dem Tor ging ein guter Angriff von Vanessa Hoti über Eunice Beckmann und Rachel Rinast, Basels auffälligster Spielerin, voraus. Bangerter profitierte dabei von einem Patzer von GC-Torhüterin Nadja Furrer. In der 17. Minute verhinderte Sarah Steinmann per Kopf auf der Torlinie den zweiten Treffer. Doch nur zwei Minuten später gelang Beckmann nach einem abgewehrten Ball mit einem wuchtigen Schuss das 2:0.

Tor zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt

Statt einem sicheren Erfolg entgegen zu steuern liess Basel jedoch unerklärlicherweise nach. Kurz vor der Pause bestrafte dies Caroline Müller mit dem Anschlusstreffer. «Das Tor kam zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt. Wir mussten daher in der Kabine schon den einen und anderen Punkt ansprechen», sagte Raith. Doch wirklich genützt hatte es nicht.

Die Grasshoppers waren dem Ausgleich näher als Basel der Vorentscheidung. Nach einer Stunde kam Basel zu einer guten Aktion, als sich Rienast links durchsetzte, doch ihren Flankenball vor das Tor fand keinen Abnehmer. GC schaltete blitzschnell um und Müller traf mit einem Lobball über Goalie Stenia Michel nur die Latte. Aufatmen beim Heimteam. In der 71. Minute sorgte die eingewechselte Kristina Sundov, die Schwung ins Basler Spiel brachte, mit einem platzierten Schuss für die Vorentscheidung.

Nicht mit Zweikämpfen punkten 

In den letzten Minuten hätten die jungen Tyara Buser und Marion Rey alles klarmachen können, doch schossen sie etwas gar früh, als sie alleine Richtung Tor laufen konnten. Das hätte sich dann beinahe noch gerächt. Erneut war es Müller, die mit einer herrlichen Direktabnahme das Spielgerät erneut nur an die Latte knallte. In der Nachspielzeit musste sich Michel noch auszeichnen, als Sara Krisztin den Ball gefährlich aufs Tor brachte.

«Wir liessen etwas gar viel zu und hatten auch Glück. Anfangs zweite Hälfte gewannen wir die Zweikämpfe nicht, konnten jedoch immer wieder Nadelstiche setzen.» Dass sich Raith ihrer Sache nicht ganz so sicher war, zeigte sich darin, dass sie Rinast in die Abwehr zurückbeorderte. «Rinast ist Lauf- und Zweikampfstark, kann aber auch aus der Defensive in den Angriff umschalten. Ich wollte die Abwehr stabilisieren.»

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