Ein Jahr zwischen Champions-League-Rekorden und Übersättigung, das war 2017. Am Donnerstag präsentierte der FCB die dazugehörigen Geschäftszahlen. Den Umsatzeinbruch um rund 33 Prozent von 132 (2016) auf 88 Millionen Franken (2017) konnte man erwarten. Denn der Rekordumsatz von 2016 konnte nur dank ausserordentlicher Transfereinnahmen (Breel Embolo, Mohamed Elneny und andere brachten dem FCB insgesamt über 60 Millionen ein) erzielt werden.

Für 2017 rechnete die Führungscrew um Bernhard Burgener also mit Transfereinnahmen von nur noch 20 Millionen Franken. Tatsächlich kamen aber nur 8 Millionen rein. Trotzdem konnte man einen kleinen Gewinn erwirtschaften, verzichtet aber auf Dividendenausschüttung. 

Bernhard Burgener über Dividenden:

«Wir sind froh, dass wir mit einem kleinen Gewinn herausgekommen sind. Es macht keinen Sinn, Dividende auszuschütten. Das braucht es auch nicht. Viel wichtiger war für mich, dass wir gut gestartet sind ins neue Jahr. Und dann schauen wir im nächsten Jahr, wie es in der Endabrechnung aussieht. Jetzt ist es kein Thema.»

...über die tieferen Transfereinnahmen als ursprünglich budgetiert:

«Es sind dabei zwei Zahlen entscheidend und ich muss dabei erklären: Das ist der Markt, das kann man nicht steuern. Eine Mannschaft macht das Double und dann ist kein Interesse da an einem Kauf eines Spielers – das ist verrückt! Aber es zeigt auch, dass man einen Trend herauslesen kann. Man sucht immer jüngere Spieler auf dem Markt parallel dazu steigen die Summen, die man für junge Spieler bezahlt. Es war im Sommer schlicht kein Spieler verlangt worden und wir bieten keinen Spieler per se zum Verkauf an. Dies als Erklärung für die tieferen Transfereinnahmen. Aber wir hatten auch einen Teil wieder kompensieren können, etwa durch die höheren Matcheinnahmen. Und die Uefa-Einnahmen waren höher ausgefallen als budgetiert.»