Albian Ajeti, die Nationalmannschaft-Pause ist durch, am Montag geht es für Sie mit dem FCB gegen YB. Mit welchen Gefühlen gehen Sie in dieses Spiel?

Albian Ajeti: Eigentlich mit einem guten. Natürlich war das Spiel mit der Nati nicht gut, weil wir 2:4 gegen Portugal verloren haben, nachdem wir 2:0 vorne waren. Das war ein sehr komisches Spiel. Aber jetzt bin ich wieder beim FCB und erinnere mich an das letzte Spiel mit dieser Mannschaft, welches wir 1:0 gegen Sion gewinnen konnten.  

In der Nati spielten Sie an der Seite eines Spielers, der, sofern er nach seiner verletzungsbedingten Auswechslung wieder ganz fit ist, am Montag ihr Gegner sein wird: Djibril Sow. Was haben Sie zu ihm für ein Verhältnis?

Djibril und ich haben schon recht lange ein gutes Verhältnis. Schon als er noch bei Zürich oder zuletzt in Deutschland war. Wir haben es immer lustig zusammen und haben in der Nati auch immer das Zimmer geteilt. In dieser Saison aber nicht mehr.  

Mit der U21-Nati verlor Albian Ajeti 2:4 gegen Portugal – nachdem man 2:0 geführt hatte.

Mit der U21-Nati verlor Albian Ajeti 2:4 gegen Portugal – nachdem man 2:0 geführt hatte.

Wieso, hat er zu viele Sprüche gemacht?

Nein, nein, das war nur ein Witz. Wir haben mittlerweile einfach meist Einzelzimmer. Sprüche fallen natürlich auch immer wieder. Klar hat er zur aktuellen Lage Spässchen gemacht, aber viel kann er ja auch nicht sagen, er ist auch erst seit Sommer bei YB. Ohnehin reden wir gar nicht zu viel über die Liga, wenn wir zusammen sind, sondern mehr über die Nati. 

Wissen Sie, ob er sich von seiner Verletzung erholt hat?

Nein. Er hatte schon ziemliche Schmerzen in diesem Moment. Aber so schlimm ist es, glaube ich, auch wieder nicht. 

Sein Ausfall wäre bitter für YB. Gerade im letzten Spiel gegen den FCB war er einer der überragenden Akteure und hängte im Sprintduell mit dem Ball am Fuss gar Dimitri Oberlin ab. 

Ich glaube, da hat er Dimi einfach auf dem falschen Fuss erwischt (lacht). Nein, Spass. Djibril ist schon auch schnell. Und er macht seine Sache gut.  

Das Spiel am Montag hat eine immense Bedeutung für den FCB. 

Für uns ist jedes Spiel gleich wichtig. Natürlich wissen wir um die Bedeutung eines Duells gegen YB. Und es ist auch speziell, dass es gleich nach der Nati-Pause dazu kommt.

Interview mit FCB-Stürmer Albian Ajeti.

«Wir sind uns der Situation bewusst», sagt Ajeti vor dem Spiel gegen YB.

Interview mit FCB-Stürmer Albian Ajeti.

Ändert das etwas an der Ausgangslage für dieses Aufeinandertreffen, dass zuletzt der Ball in der Liga ruhte?

Beide Mannschaften haben die gleiche Ausgangslage. Sowohl bei ihnen als auch bei uns waren ein paar Spieler weg. Mal schauen, welchen Einfluss diese Pause nun haben wird. Aber ich sehe niemanden im Vorteil oder im Nachteil. Das Spiel fängt bei 0:0 an.  

Alles andere als ein Sieg für den FCB wäre aber das endgültige Ende der ohnehin schon fast ausgeträumten Meisterträume. 

Wir wissen, um was es am Montag geht. Für uns wäre es sehr wichtig, gewinnen zu können. So könnten wir Punkte für uns holen und vor allem YB welche wegnehmen. Das wäre gut für die Mannschaft und das Selbstvertrauen. Und vor allem wäre es ein wichtiges Zeichen für den restlichen Verlauf der Rückrunde. 

Ist man sich bewusst, welche Konsequenzen die dritte Niederlage im dritten Spiel in Bern in dieser Saison für Konsequenzen hätte? 

Ja, dessen sind wir uns alle bewusst.