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«FCB – Vorwärts – Marsch»

Marco Streller (rechts) konnte sich trotz der ungewohnten Aufstellungen im Basler Team gegen Bellinzonas Pavel Pergl durchsetzen. Keystone

Marco Streller (rechts) konnte sich trotz der ungewohnten Aufstellungen im Basler Team gegen Bellinzonas Pavel Pergl durchsetzen. Keystone

Dank Treffern von Stocker, Shaqiri und Zoua gewann der FC Basel in Bellinzona mit 4:0. Der FCB ist somit seit sechs Spielen ungeschlagen und nach der Winterpause immer noch ohne Punkteverlust.

Als die beiden Mannschaften das Spielfeld des Stadio Comunale betraten, hielten die FCB-Anhänger ein rund 12 Meter langes Transparent in die Höhe, worauf «FCB – Vorwärts – Marsch» stand. Der «tiefere» Sinn dieser Aufforderung war natürlich auch auf die Fasnacht bezogen, die nebst dem FCB ein Basler Kulturgut darstellt. Die Rückrunde ist zwar erst sechs Partien alt, doch die Bilanz des FC Basel ist beeindruckend und dürfte die Gegnerschaft desillusioniert haben: sechs Siege, 18:0 Punkte und 15:3 Tore und dabei viermal ohne Gegentreffer triumphiert. 2,5 Tore pro Match erzielt, ein «halbes Goal» kassiert. Wohin diese Bilanz führt, ist unschwer zu erraten.

Dabei muss FCB-Cheftrainer Thorsten Fink durchaus immer wieder Umstellungen vornehmen. Langzeitverletzte (Benjamin Huggel, Behrang Safari) und gestern gleich drei gesperrte Spieler (Cabral, Alex Frei und Granit Xhaka) sowie der kurzfristige Ausfall von Génséric Kusunga (krank) führten dazu, dass im zentralen Mittelfeld ein Scott Chipperfield den Nebenmann von Gilles Yapi abgab. Der australische Routinier spielte diesen ungewohnten Part mit einer souveränen Abgeklärtheit und einer stoischen Ruhe. Auch das Sturmduo Marco Streller und Fwayo Tembo wäre eigentlich noch gewöhnungsbedürftig, doch all diese Mutationen hindern Rot-Blau nicht daran, der Aufforderung «FCB - Vorwärts - Marsch» nachzukommen.

Erst um 11 Uhr zum Training

«Ich bin mit dem Auftritt sehr zufrieden. Sicher, wir hätten noch ein paar Treffer mehr erzielen können. Doch zu keinem Zeitpunkt musste ich befürchten, dass wir hier Punkte liegen lassen», meinte ein entspannter, zufriedener Thorsten Fink. Die gute Darbietung seines Personals von gestern Nachmittag in der Tessiner Hauptstadt wird dadurch zusätzlich honoriert, dass «wir heute Montag erst um 11 Uhr trainieren werden», zwinkerte der Ex-Bayern-München-Profi.

Im Wissen, dass «die Spieler an die Fasnacht gehen dürfen. Aber sie wissen ebenso, dass wir am nächsten Sonntag ein sehr schweres Auswärtsspiel in Zürich gegen GC haben. Gegen einen Gegner, der uns bisher zu viele Punkte abgenommen hat», so Fink.

FCB im (Meister-)Soll

Auch Thorsten Fink wird mit seiner Familie Zaungast an der Basler Fasnacht sein. «Nicht kostümiert, das tun die Aktiven», meinte der Deutsche auf eine entsprechende Frage einer Lokalradio-Reporterin. Und auch Xherdan Shaqiri (siehe auch Interview rechts) schwächte ab. «Wir wollen nicht abheben und jetzt schon ausflippen. Dazu besteht noch lange kein Grund», so der Baselbieter.

Doch alle rot-blauen Exponenten sind sich sicher, dass der FCB im (Meister-)Soll liegt.

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