Während die Grossen des FCB im St.- Jakob-Park beim Super-League-Spitzenkampf gegen den FC Zürich als Sieger vom Platz gingen, endete ein paar Kilometer nördlich für die kleinen Rotblauen der vom SV Weil ausgetragene McDonald’s-Cup mit einer herben Enttäuschung: Die von Roger Huber trainierte Truppe konnte sich bloss auf dem 11. Platz klassieren und liess somit nur die komplett überforderten Junioren der Tottenham Hotspurs – die in ihrer Heimat jedoch keinen Hallenfussball praktizieren – hinter sich.

Selbstkritische Spieler

«Obwohl wir viele verletzte Spieler haben, will ich das nicht als Entschuldigung gelten lassen», so Huber. Andere Mannschaften seien schlichtweg besser gewesen, konstatierte der Trainer der U12: «Teams wie Stuttgart, Leverkusen oder Mainz haben viel grössere Einzugsgebiete, von denen die Spieler akquiriert werden, da entsteht automatisch ein Vorteil.» Doch wie erwähnt soll dies nicht als Ausrede gelten, denn bei einer guten Tagesform hätte der FCB – der es versteht, speziell in diesen Alterskategorien absolute Top-Equipen zusammenzustellen – deutlich mehr erreichen können. Deshalb sagt Huber, sei es auch in Ordnung, dass seine Spieler enttäuscht seien: «Sie sollen sich ruhig Gedanken machen und über die Fehler nachdenken. Der Frust ist in diesem Alter sowieso schnell wieder entwichen.»

Unmittelbar nach der Gruppenphase war ebendieser Frust bei den Akteuren aber noch allgegenwärtig: «Eigentlich haben wir nicht schlecht gespielt, doch unser Zweikampfverhalten war mangelhaft», sagte der Torwart der U12, Erkan Yilmaz. Auch mit seiner eigenen Leistung war er nicht zufrieden: «Ich hätte sicher ein paar Tore mehr verhindern können.»

Trotz diesem Negativerlebnis müssen die FCB-Junioren den Kopf nicht hängen lassen, denn in der in zwei Wochen beginnenden Meisterschaft gelten die Rotblauen als Topfavorit. Kann man dort gleich dominant auftreten wie in der Hinrunde, wo 10 der 11 Spiele gewonnen werden konnten, wird der Gruppensieg wohl zur Formsache werden.