FC Basel
FCB zum Jahresauftakt: Der Pfeiler hält und das Lazarett leert sich

Es ist ein guter Tag für den FC Basel. Der Trainingsbetrieb nimmt wieder Fahrt auf, das Lazarett leert sich vorerst und auch von der Personalfront gibt es Nachrichten, die positiv stimmen.

Calvin Stettler
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Plant längerfristigen Verbleib in Basel: Marek Suchy (Mitte).

Plant längerfristigen Verbleib in Basel: Marek Suchy (Mitte).

Keystone

Die Schlagzeile bestimmt für einmal Ruhepol Marek Suchy. Nach seiner Ankunft im Sommer 2014 mauserte sich der Innenverteidiger zum Rückgrat der Abwehr und wird später gar zum Vize-Captain ernannt. Nun bekennt sich der beste Innenverteidiger der Super League nun zum FCB und verlängert seinen Kontrakt vorzeitig bis 2020.
«Für das Vertrauen, das der Klub mir seit je her schenkt, bin ich äusserst dankbar.» Er sei glücklich, für einen Klub spielen zu können, dessen Ansichten und Ziele sich mit seinen korrespondieren. Offerten von anderen Vereinen seien gemäss eigener Aussage keine vorgelegen.

Suchy verkörpert Kontinuität und beschäftigt sich nur peripher mit der brodelnden Gerüchteküche rund um den FC Basel. «Das ist doch jedes Halbjahr so, dass es hier Wechsel gibt». Dem Charakter der Mannschaft seien diese jedoch noch nie abträglich gewesen. Auch das war ein Argument für einen Verbleib. Das Konstrukt ist beständig – und Suchy längst ein tragender Pfeiler.

Zumindest als menschlichen Verlust deklarieren Präsident Bernhard Heusler und Sportchef Georg Heitz den Transfer von Yoichiro Kakitani zurück zu seinem Heimatverein Cerezo Osaka. Die Verantwortlichen zeigen sich aber auch selbstkritisch: «Wir müssen uns eingestehen, dass es auf diesem Level nicht funktioniert hat.» Die sofortige Beendigung des sportlichen Missverständnisses wurde kurz vor Trainingsauftakt publik.

Noch nicht offiziell bestätigt ist Mohamed Elnenys Transfer zu Arsenal. Dem Trainingsplatz blieb der zentrale Mittelfeldspieler zum Trainingseinstand aber fern.

FCB bleibt Philosophie treu

Dafür sah man Neuzugang Andraz Sporar erstmals im Basler Trainingsdress. Der slowenische Stürmer zeigte sich willig, suchte oft den Abschluss und erzielte im Trainingsspiel auch bereits seinen ersten Treffer. «Ich erlebte einen warmen Empfang», sagt ein dankbarer Sporar. Mit diesem Transfer führen die FCB-Verantwortlichen ihre Philosophie der konkurrenzfördernden Doppelbesetzung aller Positionen fort.

Gleichzeitig verdüstert sich die Situation von Nachwuchsstürmer Albian Ajeti. Sowohl der 18-Jährige als auch der 17-jährige Robin Huser wurden vorerst ins U21-Team beordert. «Um die Situation nach dem ewigen Pendeln zwischen Profi- und U21-Mannschaft etwas zu beruhigen», so Sportchef Heitz.

Wer mit Ajetis bornierten Zügen vertraut ist, weiss aber, dass dies keine langfristige Lösung sein kann. Einen möglichen Abgang kommentiert Sportchef Heitz als «denkbar».
Bedeckt hält sich Heitz zur Personalie Steffen. Von einem Wechsel der YB-Offensivkraft will er nichts wissen. Auch zur Zukunft von Breel Embolo gäbe es «nichts Neues». Chelsea und Everton wurden von der britischen Presse jüngst als weitere Interessenten ins Spiel gebracht.

Trainingslager steht an

«Alles wieder im grünen Bereich», befindet derweil FCB-Trainer Urs Fischer. Alle jüngst Verletzten sind wieder zurück im Training. Die Torhüter Thomas Vaclik und Germano Vailati sowie die Abwehrspieler Daniel Hoegh und Philipp Degen bekunden noch Trainingsrückstand.

Neben dem scheidenden Elneny fehlten einzig der jüngst mit einem Profivertrag ausgestattete Junior Charles Pickel und Neuzugang Alexander Fransson. Pickel soll behutsam an den Profibetrieb herangeführt werden. Fransson weilt derweil in einem Trainingslager mit der schwedischen A-Nationalmannschaft.

Dafür erhielt Nachwuchsspieler Cedric Itten die Chance auf ein Training mit den «Grossen». Ebenso Dereck Kutesa, das 18-jährige Talent, das kürzlich von Servette verpflichtet wurde. Kurtesa und Itten gehören auch zu jenen Kandidaten, die mit ins Trainingslager fahren könnten. Dieses findet nächste Woche im spanischen Marbella statt. Dort will Coach Fischer das Fundament im physischen Bereich erarbeiten. Zudem stehen das Defensivverhalten und die Effizienz auf dem Trainingsplan.

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