Schwingen

Festtriumph trotz Niederlage im Schlussgang für Cédric Huber

Der Sieger Cédric Huber (links) und Christophe Löw (zweiter von links). Foto: Wenger

Der Sieger Cédric Huber (links) und Christophe Löw (zweiter von links). Foto: Wenger

Der Prattler Cédric Huber gewinnt den Niklaus-Schwinget in seiner Heimat. Bereits vor dem Schlussgang stand er mit 1.75 Punkten Vorsprung als Sieger fest. Zweiter wird Christophe Löw vom Schwingklub Liestal.

Cédric Huber, zum dritten Mal Festsieger in der Fröschmatthalle, lag nach fünf Partien mit 49.75 Punkten uneinholbar an der Spitze. Mit diesem Wissen war es für den Sennen des Schwingklubs Pratteln letztlich leicht, «gelassen» in den sechsten Gang zu steigen. Sein Gegner, Christophe Löw vom Schwingklub Liestal, totalisierte zum gleichen Zeitpunkt «nur» 48 Zähler, zu wenig, um noch aufzuholen, auch mit einem Plattwurf mit der Maximalnote zehn nicht. Der traditionelle Niklaus-Schwinget, an dem 21 Aktive und 28 Jungschwinger um den Sieg kämpften, war damit bereits vor dem Schlussgang entschieden.

Ringen auf Biegen und Brechen

Dennoch: Der Schlussgang bot den 300 Zuschauern ein Spektakel. Huber sowie der zunächst defensive Löw suchten die Entscheidung. Es war zeitweise ein Ringen auf Biegen und Brechen, bis Huber auf Zurufe «Huber schwing» resolut angriff. Er wagte einen «Münger-Murx», machte die Rechnung aber ohne Löw. Dieser fing Hubers Angriff ab, ging quasi mit und überdrehte Lokalmatador Cédric Huber auf die gültige Seite.

Prominente Absenzen

Huber war dennoch zufrieden. «Ich wollte diesen Festsieg unbedingt und habe somit mein Ziel erreicht», bilanzierte er. Löw, der nicht ganz alle seine Notengebungen nachvollziehen konnte, sagte, dass er technisch gut geschwungen habe. «Ich fühlte mich gut. Der Weg zum Eidgenössischen im kommenden Jahr stimmt.»

Drei starke Kranzschwinger fehlten am Fest. Sowohl Andreas Henzer wie auch sein Bruder Michael, der Vorjahressieger, fehlten verletzungsbedingt. Michael Gschwind, der aktuelle Leader des Basellandschaftlichen Schwingerverbandes (BLKSV), musste beruflich bedingt passen. «Ich absolviere zurzeit eine Weiterbildung zum Technischen Kaufmann und am Samstagmorgen ist immer Schule», entschuldigte der siebenfache Kranzschwinger sein Fernbleiben.

Erstmals Frauen im Vorstand

Die knapp dreissig Jungschwinger der Jahrgänge 1997 bis 1999, 2000 bis 2002 und 2003/2004 kämpften wie die Aktiven um «Grättimanne». Als Kategoriensieger durften sich Janic Voggenberger, Joel Brügger und Janis Schick feiern lassen. Interesse am letzten Schwingfest zeigten unter anderem der neue Kantonalpräsident Urs Lanz, Gemeindepräsident Beat Stingelin und BLKSV-Ehrenpräsident Rudolf Handschin. Beachtung fand auch die Präsenz der vor Wochenfrist in die BLKSV-Verbandsleitung gewählten Christine Brügger vom Schwingklub Muttenz und von Ursula Rolle vom Schwingklub Pratteln. Sie sind die ersten Frauen im Vorstand des BLKSV seit der Gründung vor 104 (!) Jahren.

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