Die Entscheidung im Kampf um den Schweizer-Meister-Titel im Rollhockey ist buchstäblich ins Wasser gefallen. Aufgrund der starken Regenfälle in den letzten Tagen drohte die Arve über die Ufer zu treten. Daher hat die Polizei Genf die direkt am Fluss gelegene Rollhockeyhalle gesperrt, weshalb die für Samstag und allenfalls Sonntag angesetzten Finalspiele nicht wie geplant ausgetragen werden konnten.

Die Basler, die bereits am Freitag nach Genf gereist waren, erfuhren am Samstagmorgen von der Absage. «Wir haben die Lage vor Ort angeschaut und das Wasser der Arve war wirklich bedrohlich hoch. Es geht daher in Ordnung, dass die Spiele in dieser Halle abgesagt wurden», sagt Spielertrainer Tobias Mohr.

Damit die Anreise nach Genf und die Vorbereitung auf das Finalspiel trotzdem nicht vergebens waren, drängten die Basler auf eine Durchführung des Finals an einem neutralen Ort. Die Genfer waren aber nicht bereit dazu. Weil die Meisterschaft gemäss Reglement am nächsten Sonntag definitiv beendet sein muss, am kommenden Wochenende aber noch die Entscheidung des Final 4 im Schweizer Cup ansteht, muss der Playoff-Final nun unter der Woche ausgetragen werden.

Nun am Dienstag

Das zweite Spiel findet daher Dienstag Abend statt, ein allfälliges Entscheidungsspiel würde am Donnerstag ausgetragen werden. Die Basler führen in der Serie mit 1:0. Die Spielverschiebung ist für den RHC Basel gleich doppelt ärgerlich: Einerseits ist es ein grosser finanzieller und zeitlicher Aufwand, erneut nach Genf zu reisen, um die Finalspiele bestreiten zu können.

Und andererseits kosten die intensiven Duelle mit den Westschweizern kurz vor der Entscheidung im Cup, wo die Basler ebenfalls noch um den Titel kämpfen, viel Kraft und verunmöglichen eine optimale Vorbereitung. «Wenn eine Halle nicht bespielbar ist, wird die Partie eigentlich an einem neutralen Ort ausgetragen», ärgert sich Mohr. Absage hin oder her, das Team von Tobias Mohr wird Dienstag Abend alles daransetzen, den Meistertitel nach Basel zu holen.